Wittorfs Grundschulleiter verabschiedet sich in den Ruhestand / Nachfolge bislang ungeklärt

Note „sehr gut“ für Erwin Will

Ohne Geschenke ließen die Kinder ihren Schulleiter nicht gehen.
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Ohne Geschenke ließen die Kinder ihren Schulleiter nicht gehen.

Wittorf - „Danke für die Grundschuljahre“ – lauthals erklang dieses Lied am Mittwochmittag in der kleinen Kapelle in Wittorf. Damit waren nicht nur die Grundschuljahre der Viertklässler gemeint, sondern auch die von Schulleiter Erwin Will. Denn auch er hatte am Mittwoch seinen letzten Tag.

30 Jahre als Lehrer und 14 als Schulleiter ließ Will im Anschluss auf dem Schulhof vor vielen geladenen Gästen Revue passieren – zwei letzte Unterrichtsstunden des Rückblicks, der Erinnerungen und des Abschieds. Dafür begrüßte der scheidende Rektor zahlreiche Kollegen – auch aus den Nachbarschulen –, Bürgermeisterin Franka Strehse, Ortsvorsteher Willi Bargfrede, Pastor Peter Thom, die Regierungsschuldirektorin der niedersächsischen Landeschulbehörde Brigitte Bergmann sowie weitere Vertreter aus Vereinen und Institutionen.

In seiner Rede bedankte sich Will auch für die gute Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Zwergenstube, unter Leitung von Ute Schorpp-Boltz. Bürgermeisterin Strehse hätte dem scheidenden Schulleiter für den Abschied mehr Sonne gewünscht und teilte mit, dass sich noch keiner auf die offene Stelle beworben habe. Vor 14 Jahren hätte Will bei der Bewerbung noch mit Konkurrenz zu kämpfen gehabt. „Es war die richtige Entscheidung, Sie zu wählen“, bestätigte Strehse noch einmal und erteilte Will für Schulleitung und Führung die Note „sehr gut“.

Ortsvorsteher Willi Barg frede dankte Erwin Will besonders für den Einsatz und die Identifizierung der „Dorfschule“ mit dem Ort, die sich beispielsweise immer am Erntefest beteiligte. „Außerdem haben Sie den Kindern das nötige Rüstzeug für die Zukunft mitgegeben, auf das sie aufbauen konnten!“ Pastor Thom schloss sich den Worten Bargfredes an und freute sich, dass auch für die Grundschule die Kapelle ein wichtiger Ort war. „Kinder haben ein Recht auf religiöse Beheimatung“ – und wünschte ihm einen entspannten Ruhestand.

Mit einem bunten Banner „Tschüss Herr Will“, einem großen Blumenstrauß und dem Lied „Eine Schule hier in Wittorf“, verabschiedete der Nachwuchs der ersten bis zur vierten Klasse „ihren Herrn Will“, auf ganz besondere Weise.

Auch der SSV sagte mit dem Tanz der Cheerleader, unter Leitung von Bettina Jessen, „Tschüss“. Außerdem gab es zum Abschied Beiträge der Abschlussklasse, des Wittorfer Kollegiums sowie musikalische Bereicherungen durch den Männergesangsverein, wobei Chorleiter Rainer Marquardt hofft, Will bald als neues Mitglied begrüßen zu können. Für den Schulelternrat und stellvertretend für alle Vereine sprach Jessica Eggers.

Brigitte Bergmann, Regierungsschuldirektorin, dankte Will für sein Engagement im Schulsport. Als Abschiedsgeschenk überreichte sie ihm lächelnd drei Jonglierbälle: „Wenn diese noch nicht zu ihrer sportlichen Vielfalt zählen, haben Sie nun etwas zum Üben!“ · aki

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