Wintereinbruch sorgt für Mehrarbeit bei den Friedhofsgärtnern

Noch schafft‘s der Bagger

Holger Schaßberger hebt den Boden mit einem Bagger aus. Wenn es noch länger friert, muss er einen Presslufthammer einsetzen, weil der Bagger es dann nicht mehr schafft. Dennoch benötigen die Gärtner bei der Kälte viel mehr Zeit. ·
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Holger Schaßberger hebt den Boden mit einem Bagger aus. Wenn es noch länger friert, muss er einen Presslufthammer einsetzen, weil der Bagger es dann nicht mehr schafft. Dennoch benötigen die Gärtner bei der Kälte viel mehr Zeit. ·

Rotenburg - Von Mareike Bannasch. Lange Eiszapfen an den Fenstern, eine dicke Schneeschicht auf den Dächern und dem Boden. Die Mischung aus klirrender Kälte und rutschigen Straßen stellt momentan nicht nur die Autofahrer und Räumdienste ein ums andere Mal vor eine große Herausforderung. Auch die Friedhofsgärtner haben mit den arktischen Temperaturen zu kämpfen.

Denn der Bodenfrost sorgt nicht nur für Rutschpartien, sondern erschwert auch das Vorbereiten der Gräber. „Das Herausheben der Steinplatten ist momentan nicht ganz einfach“, erzählt Harald Bredehöft, Betriebsleiter der Friedhofsgärtnerei Grewe und damit für alle Ruhestätten in der Stadt zuständig, in einem Gespräch mit der Kreiszeitung. Und auch das Entfernen der Einfassungen bereitet den Gärtnern bei solch niedrigen Außentemperaturen einige Mühe. „Diese Aufgabe überlassen wir in diesen Tagen den Steinmetzen, damit nichts kaputt geht“, so Bredehöft weiter.

Schwerstarbeit: Steinmetz Jens Kusber (v.l.), Sedat Urbay und dessen Kollege Holger Schaßberger räumen das Grab. Auch der Grabstein sitzt im gefrorenen Boden fest.

Die 15 Zentimeter dicke Frostschicht im Boden ist beim direkten Ausheben aktuell aber noch kein allzu großes Problem – allerdings dauert die Arbeit mehr als doppelt so lange. „Wir arbeiten mit einem großen Bagger. Der hat mit dem Frost bis jetzt noch keine Schwierigkeiten“, schildert der Betriebsleiter. Denn die Schneeschicht verhindere, dass der Frost zu stark in den Boden eindringen könne. Doch selbst wenn es weiter so kalt bleiben sollte, haben die Friedhofsgärtner zunächst noch keine Schwierigkeiten. Denn zum Arsenal des Betriebes gehört auch ein Presslufthammer mit breitem Meißel. Dieser bricht auch gefrorenen Boden auf.

Die dichte Schneeschicht bereitet den Mitarbeitern der Friedhofsgärtnerei jedoch die meisten Schwierigkeiten. „Wir müssen für die Beisetzungen und die Vorbereitungen dazu die Wege extra räumen. Das ist natürlich ein großer Aufwand“, betont Harald Bredehöft. Besonders die Sandwege nähmen für den Betrieb viel Zeit und Arbeit in Anspruch.

Allerdings macht sich der Wintereinzug nicht nur beim Einsatz bemerkbar, auch die Hügel auf den Gräbern sind merklich höher. „Die gefrorene Erde können wir nicht so gut verdichten wie sonst“, sagt der Betriebsleiter. Somit atmen nicht nur die Autofahrer beim einsetzenden Tauwetter auf, auch die Friedhofsgärtner werden den Winter sicherlich nicht allzu sehr vermissen.

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