Hotel „Landhaus Wachtelhof“ erstrahlt rot

Night of Light – es geht
um Solidarität

Das Rotenburger Hotel „Landhaus Wachtelhof“ erstrahlt bis Mitternacht in knalligem Rot.
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Das Rotenburger Hotel „Landhaus Wachtelhof“ erstrahlt bis Mitternacht in knalligem Rot.

Rotenburg – Zum zweiten Mal nach 2020 und damit auch zum zweiten Mal während der Corona-Pandemie rufen die Initiatoren der Aktion „Night of Light - Alarmstufe Rot“ bundesweit dazu auf, markante Gebäude in der Nacht zum Mittwoch rot erstrahlen zu lassen. Es ist ein Zeichen, um auf die schwierige wirtschaftliche Lage der Veranstaltungsbranche aufmerksam zu machen. Für Heiko Kehrstephan, Direktor des Rotenburger Hotels „Landhaus Wachtelhof“, ist es ein Zeichen der Solidarität.

60 Scheinwerfer – davon 57 im Akku-Betrieb – bringen das Hotel an der Gerberstraße in dieser Nacht zum Leuchten. „Ja, es geht so langsam wieder etwas mehr, es ist ein kleiner Lichtblick zu erkennen, aber es ist eben noch lange kein Grund für uns, die Korken knallen zu lassen“, erklärt Malte Holsten, Chef des gerade erst mit dem Sonderpreis des Rotenburger Wirtschaftspreises ausgezeichneten Unternehmens Sound Patrol.

Ton, Licht, Video und Bühnentechnik – darauf hat sich der junge Betrieb konzentriert. Eigentlich läuft das Geschäft richtig gut, doch mit der Pandemie kommt der Stillstand. Diesmal, sagt Holsten, sei es zwar etwas anders als im vergangenen Jahr, als er mit seinem Team das Rotenburger Rathaus in rotes Licht getaucht hat, aber die Perspektive ist noch lange nicht so, dass sie ihn euphorisch werden lässt. Es gab zu viele Hoffnungsschimmer in den vergangenen Monaten, die ganz schnell wie Seifenblasen wieder zerplatzten. „Es ist wichtig, sich auch in Rotenburg an dieser Aktion zu beteiligen“, versichert Malte Holsten. Mit dem Wachtelhof verbinde er eine gute Zusammenarbeit.

Heiko Kehrstephan musste sich nicht lange bitten lassen und ist nun mit von der Partie. „Wir sind ja auch Veranstalter“, betont er. Für ihn gehe es vor allem um Solidarität mit und in der Branche, mit jenen Unternehmen also, die auf vielen Ebenen dafür sorgen, dass Veranstaltungen überhaupt erst möglich sind. „First in, last out“ – als Erster drin im Lockdown und als Letzter wieder raus. So habe Malte Holsten ihm gegenüber die Situation zusammengefasst. Kehrstpehan möchte mit der Aktion dazu beitragen, dass Aufmerksamkeit erzeugt wird. „Es geht ja wieder was, und es gibt Konzepte und Möglichkeiten, diese umzusetzen.“ Holsten freut sich über diese Signale – und daher ist es auch für ihn nur konsequent, zum zweiten Mal in der Pandemie rote LED-Strahler für sich und die Kollegen sprechen zu lassen: „Wir sitzen alle in einem Boot.“

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