Neupack-Mitarbeiter liegt im Diakoniekrankenhaus

Mann bei Attacke schwer verletzt

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Das Rotenburger Werk des Unternehmens Neupack aus Hamburg wird seit November bestreikt.

Rotenburg - von Heinz Goldstein. Bei einem tätlichen Angriff am Mittwochabend erlitt ein Pole, der bei dem Unternehmen Neupack beschäftigt ist, einen Schädelbruch. Die Tat ereignete sich vor seiner Unterkunft, der Pension Eichenhof in Hellwege.

Nach ersten Ermittlungen vermuten die Ermittler einen Zusammenhang zum Streikgeschehen bei der Firma Neupack in Rotenburg, erklärte der Pressesprecher der Rotenburger Polizei, Heiner van der Werp. Die Beamten gehen davon aus, dass die Tat schon bald aufgeklärt sein wird.

Auf Anfrage der Kreiszeitung bestätigte van der Werp, dass am Mittwochabend einige Männer vor der Pension in Hellwege aufgetaucht waren, in dem polnische Mitarbeiter des Rotenburger Neupack-Werkes untergebracht sind. „Haut ab nach Polen.“ Mit diesen Worten hätten die ungebetenen Besucher eine verbale Auseinandersetzung begonnen, die später zu Handgreiflichkeiten führte und mit einer schweren Körperverletzung endete.

Der genaue Ablauf der Auseinandersetzung stehe noch nicht fest, zu unterschiedlich seien die Zeugenaussagen, so van der Werp. Zurzeit lasse sich nur sagen, dass der Verletzte von einem Mann aus der Gruppe niedergeschlagen worden sei. Der Polizei liegen zu dieser Gruppe Täterbeschreibungen vor. Nach eigenen Recherchen der Rotenburger Kreiszeitung soll der Verletzte mit einem harten Gegenstand niedergeschlagen worden sein. Der katholische Diakon Jan Klementowski aus Oberursel, der in engem Kontakt zu den polnischen Arbeitern steht, erklärte, dass nach seinen Informationen der Gesundheitsszustand des Verletzten stabil sei. Er werde nun das polnische Konsulat um Hilfe bitten, um seine Landsleute, die bei Neupack arbeiten, zu schützen.

In einer offiziellen Stellungsnahme erklärt Neupack, dass „drei Streikende“ den Mann in seiner Wohnung aufgesucht, beschimpft und bedroht hätten. Einer der Männer hätte brutal auf den polnischen Mitarbeiter eingeschlagen. Das Unternehmen sei entsetzt, heißt es in der gestrigen Mitteilung weiter.

Auch die Industrie-Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) meldete sich gestern in dieser Angelegenheit zu Wort: „Die IG BCE weist die in der Neupack-Pressemeldung enthaltene Unterstellung zurück, sie habe eine gewalttätige Eskalation des Streiks zu verantworten. „Wir verurteilen jede Form von Gewalt“, so Jan Eulen von der IG BCE. Die Arbeitnehmervertreter würden sich nicht an Spekulationen zu den Vorfällen beteiligen. „Weder wissen wir um Einzelheiten noch um Hintergründe der Geschehnisse.“ Neupack setze „Streikbrecher “ ein. Im Wissen um die damit verbundene Provokation, heißt es. n go

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