Johannes Rehr steht ab Sonntag der freikirchlichen Gemeinde in Sottrum vor

Ein neuer Pastor für die SELK

Christine und Johannes Rehr vor der Sottrumer SELK, in der es am kommenden Sonntag den Einführungsgottesdient geben wird. ·

Sottrum - Der Wunsch der Zionsgemeinde Sottrum und der Christus-Gemeinde Sittensen geht in Erfüllung: Mit Johannes Rehr wird am kommenden Sonntag, 21. August, der neue Pastor für die SELK Gemeinden (Selbständig Evangelisch-Lutherischen Kirche) eingeführt. Der 56-Jährige übernimmt die Aufgaben von Pfarrvikar Wolfgang Fenske, den es als gebürtigen Berliner wieder in Richtung Großstadt zieht. Ihm zur Seite steht seine Ehefrau Christine.

„Wir sind seit 33 Jahren glücklich verheiratet“, strahlt das Ehepaar. Zur Familie gehören sechs Kinder, die gerne zu Besuch kommen, sowie sieben Enkel. Bisher war Johannes Rehr für die Gemeinden Rabber und Blasheim in der Nähe von Osnabrück zuständig. Außerdem ist er als Propst verantwortlicher Geistlicher für den Sprengel Nord, der von Göttingen bis Kiel reicht. Die siebenjährige Amtszeit läuft noch bis zum kommenden Jahr.

„Da ich mit diesen Aufgaben sicherlich einen Tag in der Woche beschäftigt bin, kommt mir der Wechsel in die Gemeinden, die etwas weniger Glieder haben, zugute“, meint Johannes Rehr. Dabei war der Wechsel gar nicht geplant, denn als das Ehepaar die Pfarrstelle in Rabber und Blasheim annahm, waren die beide der Meinung: „Hier bleiben wir bis zum Ruhestand.“ Doch dann kam der Ruf aus Sottrum und Sittensen. „Das ist eine Besonderheit bei uns“, schildert Rehr und erklärt: „Nachdem ein Pastor mindestens fünf Jahre an einem Ort war, kann er die Berufung einer anderen Gemeinde erhalten.“

Ob diese Bitte erhört wird, liegt am Pastor selber. „Man prüft, ob man Gottes Wille erkennen kann“, sagt der 56-Jährige. Nach der für ihn vollkommen überraschenden Berufung bat er sich eine dreiwöchige Bedenkzeit aus. „Sehr schnell ging es bei uns in Richtung freudiger Annahme“, erinnert sich Johannes Rehr. Dass dies die richtige Entscheidung war, zeigt sich schon vor einigen Wochen. Da bekam das Ehepaar ein Fotoalbum geschenkt, in dem sich die Glieder der Sottrumer Zionsgemeinde mit einem Foto und manchmal auch einigen Sätzen verewigt hatten. „Es ist unglaublich, was die Gemeindeglieder hier für uns getan haben“, zeigt sich Christine Rehr begeistert. So wurde für das Ehepaar in dem Wohnhaus im Kreuzweg eine helle Küche eingerichtet, die ganz nach ihrem Geschmack ist. Um die Kosten für ein Umzugsunternehmen zu sparen, erklärten sich Gemeindeglieder aus Sottrum und Sittensen außerdem bereit, tatkräftig anzupacken. Schon um vier Uhr in der Früh starteten drei Lkw und ein VW Bus in Richtung Osnabrück.

Sehr viel Wert legt der neue Pastor auf die Arbeit mit Kindern, die ihm sehr am Herzen liegen. „Es ist bemerkenswert, dass in Sottrum von den 170 Gemeindegliedern der SELK 40 Kinder sind“, freut er sich. Gerne möchte er sich auch wieder der älteren Generation widmen, denn schon in seiner bisherigen Gemeinde betreute er wöchentlich – unabhängig von der Kirchenzugehörigkeit – ein Altenheim. „Das soll in Absprache mit den anderen Pastoren erfolgen, wobei ich mich schon darauf freue, sie kennenzulernen“, sagt Rehr. Da alles viel Zeit in Anspruch nimmt, bleibt nur wenig Raum für Hobbys. Trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, mal mit den Kindern zu kicken oder sich der Musik zu widmen. Im Mittelpunkt steht jedoch der Gottesdienst. Um beiden Gemeinden diesen jeden Sonntag zu ermöglichen, wird es immer um neun Uhr in Sittensen und um elf Uhr in Sottrum einen Gottesdienst geben. Am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr steht in der Kirche am Sottrumer Kreuzweg der Einführungsgottesdienst an. „Dazu ist jeder herzlich eingeladen“, betont Pastor Rehr. · ho

Wechsel eigentlich

nicht geplant

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