Verein „Kinder brauchen beide Eltern“ informiert über Hilfe bei Trennung

Netzwerk zur Selbsthilfe

Volker Stüben (v.l.) Gertrud Flemming, Wolfgang Breithaupt und Rene Foitzik machten auf der Geranienbrücke in Rotenburg mit ihrem Info-Stand auf das Problem aufmerksam. ·

Rotenburg - Die Eltern verstehen sich nicht mehr. Fast täglich gibt es Streit in der Familie. Teilweise vor den Kindern. Trennung oder Scheidung als Konsequenz. Die leidtragenden sind dann zumeist die gemeinsamen Kinder. „Sie brauchen beide Elternteile“, so Rene Foitzik, der auf der Geranienbrücke in Rotenburg über die Arbeit seines Vereins bei Trennung der Eltern informierte.

Sie haben es sich auf die Fahne geschrieben, denjenigen Ehepaaren mit Kindern zu helfen, die sich getrennt haben oder eine Scheidung anstreben. Gemeint ist der Verein „Kinder brauchen beide Eltern“ mit der Kontaktstelle Rotenburg. Deren Vorsitzender Volker Stüben, Gertrud Flemming ( Stellvertreterin), Wolfgang Breithaupt (Schriftführer) sowie der Leiter der Kontaktstelle Region Rotenburg, Rene Foitzik, suchten in der Fußgängerzone das Gespräch mit Betroffenen.

„Wir verstehen uns als Netzwerk zur Selbsthilfe und helfen von Trennung betroffenen Eltern, Kindern und Großeltern", erklärte Foitzik gegenüber unserer Zeitung. Es gelte die Kompromissbereitschaft der Eltern zum Wohle der Kinder zu fördern. Traditionelle Rollenbilder, wie „Mutter für das Emotionale“ und „Vater für das Materielle“, seien falsch, denn Kinder bräuchten Vater und Mutter gleichermaßen für ihre Entwicklung.

„Alle Kinder haben ein Recht auf eine wechselnde und gleichberechtigte Betreuung und Erziehung der Elternteile“, so Foitzik. Man solle es so einrichten, das die getrennt lebenden Eltern dem Kind die Möglichkeit bieten, sich bei der Mutter und auch beim Vater heimisch zu fühlen. Oft gehe eine Trennung aber nicht ohne Auseinandersetzungen um das Sorgerecht ab. In Selbsthilfegruppen tauschten sich im Verein Eltern und Großeltern aus. In Arbeitskreisen würden spezielle Themen behandelt. Mal mit jemandem sprechen zu können und Tipps zu bekommen, nicht allein dazustehen, verstanden zu werden und Menschen zu haben, die nachvollziehen können, wie man sich fühlt und was einen bewegt, seien wichtige Punkte der Vereinsarbeit. · go

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