Rainer Broy und Wilfried Jocham setzen sich mit Unterschriftenaktion für eine Ausweitung der Öffnungszeiten ein

Gut 400 Namen für eine längere Freibad-Saison

Knapp 400 Unterschriften überreichten Wilfried Jocham (l.) und Rainer Broy (r.) gestern an den Samtgemeinde-Bürgermeister Markus Luckhaus. ·
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Knapp 400 Unterschriften überreichten Wilfried Jocham (l.) und Rainer Broy (r.) gestern an den Samtgemeinde-Bürgermeister Markus Luckhaus. ·

Sottrum - Rainer Broy und Wilfried Jocham verbindet eine große Leidenschaft: das Schwimmen. Außerdem sind die beiden Sottrumer eingeschworene Fans des Freibades und teilen einen gemeinsamen Wunsch.

Die Saison in der Schwimmstätte soll nach vorne und hinten hinaus verlängert werden. Und damit stehen die beiden Stammgäste keineswegs alleine da. Im Rahmen einer Unterschriftenaktion holte sich das Duo knapp 400 Unterstützer für ihren Vorstoß an Bord.

Auch Verwaltung und Politik stehen den Plänen positiv gegenüber. Ein entsprechender Antrag von CDU und FDP soll nach der Sommerpause in den politischen Gremien diskutiert werden, wie Samtgemeinde-Bürgermeister Markus Luckhaus gestern Morgen bei der Übergabe der Unterschriftenlisten im Sitzungssaal des Rathauses erklärte.

„Wir haben darüber schon im letzten September gesprochen, als das Bad plötzlich zu war“, berichtet Broy. „Es ist immer so, das Bad wird geschlossen, dann kommt das schöne Wetter zurück, und wir stehen vor verschlossener Tür“, kritisiert Jocham. Das „Ronolulu“ in Rotenburg beispielsweise schließe seinen Außenbereich indes erst am 3. Oktober und sei auch mit der Eröffnung der Saison immer früher dran.

Getreu dem Motto „Was anderswo geht, muss auch in Sottrum möglich sein“ nahmen die beiden deshalb im Frühjahr die Sache in die Hand, entwickelten Unterlagen und hängten im Juni Plakate sowie die Unterschriftenlisten in mehreren Geschäften im Ort und in Ottersberg aus. Mit Erfolg: „Wir haben gut 400 Stimmen zusammen“, freut sich Broy und fügt hinzu: „Das ist eine gute Resonanz, zumal wir ja nicht viel gewirbelt haben.“ „Hätten wir die Liste am Schwimmbad ausgehängt, wären es noch viel mehr, aber das war nicht gestattet“, ergänzt Jocham.

Vor dem Hintergrund, dass die Schwimmstätte nun nicht mehr über die Wärmepumpe von der Wieste-Temperatur abhängig, sondern an die Biogasanlage angeschlossen sei und damit die Beckentemperatur nach Bedarf regeln könne, müssten die Öffnungszeiten überdacht werden. Denkbar sei ein Saisonstart Ende April oder Anfang Mai und eine Schließung, „wenn eindeutig klar ist, dass die Witterung nicht mehr so ist, dass der Betrieb wirtschaftlich ist“, so Broy. Eventuell könnte man auch die Badezeiten ab September beschränken auf 7 bis 8 Uhr am Morgen sowie 17 bis 19 Uhr am Nachmittag, wenn die meisten Schwimmer kämen. „Aber das muss die Politik entscheiden, wir können das nur vorschlagen“, sagte Jocham.

Eine Initiative, die Luckhaus freut. „Das gibt nochmal Wasser auf die Mühlen des Antrages von CDU und FDP“, betonte er und zeigte sich überzeugt, dass das Anliegen der Bürger auch von der Politik insgesamt wohlwollend aufgenommen werde. Dass die Samtgemeinde sich in dem Bereich schon bewegt habe zeige ferner, dass der grob angedachte Schließungstermin mit dem 16. September bereits eine Woche später liege als im Vorjahr – eine endgültige Entscheidung darüber falle aber erst kurzfristig gemäß Wetterlage. Ebenso überlege man, den Saisonstart, der aktuell zwischen dem 6. und 12. Mai liege, fest auf den 1. Mai vorzuziehen. „In der Vergangenheit haben wir das immer davon abhängig gemacht, wie das Wetter aussieht, da wir eine bestimmte Temperatur in der Wieste brauchten“, so Luckhaus. Mit dem Anschluss an die Biogasanlage sei man aber nun unabhängiger geworden. · sbo

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