Konzert des European Union Chamber Orchestra war ein großer Wurf

Musikalisch geeintes Europa

Aufforderung zum Tanz. ·
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Aufforderung zum Tanz. ·

Rotenburg - „Was machen wir ohne Bodo Lemme? Weiter!“ Den einführenden Worten des frisch gebackenen ersten Vorstands des Vereins Rotenburger Konzerte, Wilhelm Hahne, folgten beim ersten Konzert der neuen Saison Taten – und was für welche! Nach dem gelungenen Auftakt zum Konzert mit dem Motto „Europa tanzt“ mit der cornischen Tanzcompanie „Ros Keltek“ durften die Besucher in der gut gefüllten Aula der Realschule mit dem European Union Chamber Orchestra mal wieder ein größeres Ensemble in der Wümmestadt begrüßen.

Zu verdanken war dies der Kooperation mit der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, Veranstalter der 27. Niedersächsischen Musiktage, in deren Rahmen das Konzert präsentiert wurde. Von europäischen Tänzen inspirierte Stücke unterschiedlicher Komponisten standen auf dem Programm. Und so bunt gewürfelt wie die Länder, von denen sich die Komponisten von Schubert über Warlock und Delius bis Dvorák hatten inspirieren lassen, las sich auch die Besetzung des renommierten Orchesters.

In der 16-köpfigen Streicherbesetzung aus Franzosen, Niederländern, Briten, Polen, Finnen und Spaniern, die als musikalischer Gesandter der Europäischen Union seit über 20 Jahren unterwegs ist, wird das musikalische Miteinander gelebt. Und siehe da: Vom Unisono, das unter der wachen Mimik des ungarischen Konzertmeisters Gergely Kuklis musikalisch entstand, kann sich die EU-Politik eine Scheibe abschneiden. Ein rundes, harmonisches Gesamtbild, präzise Einsätze und eine auch in weiten Klangbögen zumeist fantastisch heraus gearbeitete Dynamik, das sind die herausragendsten Merkmale der zumeist jungen Musiker dieses Ausnahmeorchesters.

Überraschungen bot der traditionelle Tanz aus Cornwall, den ein Teil der Zuschauer bereits im Vorprogramm tänzerisch kennen lernen durfte. Mit einem musikalischen Augenzwinkern, rhythmischen Verschiebungen, schalkhaften Glissandi und dynamischen Brüchen machte die Streicherfassung des Traditionals Spaß. Für ähnliche Begeisterung sorgten Bartóks Rumänische Tänze. Hier stimmte die Dosierung von Pathos – mal schwelgerisch, mal melancholisch oder furios wie der Schnell-Tanz, der neben der Bearbeitung einer Mazurka Chopins auch als Zugabe noch einmal eingefordert wurde. So macht Europa Spaß. · hey

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