Ehemaliger Eichenschulleiter froh, dass endlich Klarheit herrscht

Müller-Scheeßel: „Für mich eine riesige Erleichterung“

Auf der Suche nach Dennis brachte Detlev Kaldinski 2001 zahlreiche Plakate an.

Scheessel - Von Pascal Faltermann„. Ich habe lange gehofft, dass dieser Fall aufgeklärt wird“, sagt der ehemalige Leiter der Eichenschule, Dr. Karsten Müller-Scheeßel, nachdem gestern bekannt wurde, dass ein 40-Jähriger nach seiner Verhaftung unter anderem den Mord an dem Scheeßeler Stefan Jahr zugegeben hat.

Der mutmaßliche Mörder aus Hamburg hat gestanden, neben Jahr auch Dennis und einen dritten Jungen getötet zu haben. Er ist offenbar seit Jahren als Sexualstraftäter bekannt.

Der Scheeßeler Stefan Jahr war am 31. März 1992 aus dem Internat der Scheeßeler Eichenschule verschwunden und am 3. Mai 1992 in Verden aufgefunden worden. „Ich schaue gerade die Pressekonferenz zum Mordfall Dennis“, war der erste Satz, den Dr. Karsten Müller-Scheeßel gestern sagte, als er den Anruf der RK/VN erhielt.

Karsten Müller-Scheeßel

„Je länger die Ermittlungen gedauert haben, desto geringer ist auch die Hoffnung gewesen, dass der Fall aufgeklärt wird“, so Müller-Scheeßel. Das letzte Gespräch mit den Ermittlern der Soko Dennis habe er im März geführt. Die Beamten hätten sich mit den Worten verabschiedet, dass sie den Täter dieses Jahr fassen werden, was er für sehr optimistisch gehalten habe. „Es ist eine riesige Erleichterung für mich und für alle an der Eichenschule, die damals tätig waren“, so Müller-Scheeßel weiter. Denn alle seien damals ein Stück weit verdächtig gewesen. Umso schöner sei es, dass nun klar sei, dass es niemand aus dem Umfeld der Schule gewesen sei. „Der Vorwurf stand immer im Raum, das ging bis in die jüngste Vergangenheit“, so der ehemalige Schulleiter, der auch selbst angeschuldigt wurde.

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Die ausgezeichneten Ermittlungen der Soko Dennis und des Profilers lobt Müller-Scheeßel ganz besonders. „Die Ermittler waren einfühlsam und sehr professionell“, betont Müller-Scheeßel vor allem vor dem Hintergrund, dass die Soko immer wieder kritisiert worden sei. Auch von Seiten der Schule sei alles unternommen worden, um diesen Fall aufzuklären. Bei den Eltern Jahr kehre nun vielleicht etwas mehr Ruhe ein, da der Täter seinen Prozess bekomme.

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Auch wenn die Eichenschule beispielsweise bei Wikipedia stets mit dem Mord in Verbindung gebracht werde, habe es der Bildungseinrichtung nie geschadet. Der Zuspruch sei stets ungebrochen gewesen. Ob es weniger Internats-Anmeldungen damals nach dem Mord gegeben habe, sei schwer zu beantworten und Kaffeesatzleserei, so Müller-Scheeßel. „Es ist ein ausgesprochen schöner Tag, dass die Ermittlungen endlich von Erfolg gekrönt sind.“ Auch der Scheeßeler Detlev Kaldinski von der Polizeiinspektion Rotenburg, der lange Sprecher der Soko Dennis war, ist erleichtert: „Als ich die Nachricht bekam, hatte ich feuchte Augen und habe nochmal Gänsehaut bekommen.“ Als die Sonderkommission die Arbeit aufnahm, habe er teilweise 20 Stunden am Tag gearbeitet, sei durch ganz Deutschland gereist und habe seine Familie vernachlässigt. In der Spitze hätten bis zu 40 Personen an den Ermittlungen gearbeitet. „Wir waren damals motiviert bis in die Haarspitzen.“

Kaldinski wohnt nur ein paar hundert Meter von dem Internat entfernt, aus dem Stefan Jahr verschwand. „Vor allem als Vater bin ich nun glücklich zu wissen, dass der Mörder nicht mehr frei herum läuft“, so Kaldinski.

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