Ehrenamtliche bauen Wagenschauer / Gelände soll Anfang 2013 fertig sein

„Mühlenhof ist inzwischen ein kultureller Mittelpunkt“

Felix Thies (v.l.), Siegfried Unthan, Bodo Thies, Erhard Thies, Dieter Bohnhorst, Axel Wiese, Hans-Hermann Tramm und Joachim Püschel gießen das Fundament für den neuen Wagenschauer auf dem Mühlenhof. ·
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Felix Thies (v.l.), Siegfried Unthan, Bodo Thies, Erhard Thies, Dieter Bohnhorst, Axel Wiese, Hans-Hermann Tramm und Joachim Püschel gießen das Fundament für den neuen Wagenschauer auf dem Mühlenhof. ·

Sottrum - HELLWEGE · Von dem anfangs schlechten Wetter am Montagmorgen ließen sich die fleißigen Helfer des Mühlen-Teams nicht abschrecken. Gemeinsam gossen sie das Fundament für den neuen Wagenschauer, den sie in diesem Jahr fertigstellen wollen. Es soll das vorerst letzte Gebäude auf dem Gelände sein.

In den vergangenen Jahren wurde bereits eifrig gewerkelt am Kultur- und Heimathaus in Hellwege. Mit der Mühle begann 2008 der Nachbau der Gebäude im Stil der 1930er Jahre. 2009 folgte der Backofen, 2010 dann der Speicher. Der Wagenschauer ist nun das vorerst letzte Bauprojekt, das die Ehrenamtlichen des Mühlenhof-Teams in Eigenregie in Angriff nehmen.

Vor wenigen Tagen erst bekam die Truppe die Baugenehmigung für den Wagenschauer. „Kaum war sie da, sind wir auch schon in die Vollen gegangen“, so Thies stolz. „Wir haben viele Handwerker in unserer Truppe, das vereinfacht uns die Arbeit.“ In der vergangenen Woche begannen sie mit den Sandarbeiten für das neue Gebäude. Am Montagmorgen gossen die Männer dann das Fundament. Nur wenige Maurerarbeiten werden nötig sein, der größte Teil des Gebäudes besteht aus Holz. Sobald die Scheune fertig ist, werden dort zwei alte Wagen aus den 1940er Jahren untergestellt. Außerdem soll die Handwerks kunst der früheren Stellmacher, oder auch Wagner genannt, gezeigt werden. Sie stellten vor vielen Jahren Räder, Wagen und andere landwirtschaftliche Geräte aus Holz her. Bis Ende der 1960er Jahre wurde dieses Handwerk auch in der heimischen Region ausgeübt. Gerhard Franzen aus Achim, Bruder des letzten Stellmachers in Hellwege, stellt zukünftig alte Werkzeuge aus und zeigt Besuchern den Bau eines Wagenrades aus Holz.

Mit der finanziellen Hilfe der Gemeinde, durch Spenden und Dank der ehrenamtlichen Arbeiten des Mühlenhof-Teams kann der Bau des Wagenschauer verwirklicht werden. „Wir haben viel Zeit und Arbeit in den Mühlenhof gesteckt“, erzählt Erhard Thies, „er ist inzwischen zum kulturellen Mittelpunkt geworden.“

Anfang 2013 soll das Gelände der Gemeinde übergeben werden. „Wir arbeiten ganz in Ruhe. Je nachdem wie verrückt die Truppe ist, werden wir neben den Treffen am Montag auch an weiteren Tagen fleißig sein“, so Thies weiter.

Beim diesjährigen Mühlentag am Pfingstmontag, 28. Mai, haben Besucher die Gelegenheit, die Bauarbeiten zu betrachten. Bereits zum vierten Mal öffnet der Mühlenhof seine Türen. · dk

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