Heute werden bei Barbara Brandt hunderte Meter Kabel und Lampen verlegt

Ab morgen leuchtet das Nindorfer Weihnachtshaus

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Ein letzter Zupfer am Ärmel und der Leuchte-Weihnachtsmann hängt richtig: Barbara Brandt in ihrem Element. ·

Visselhoevede - Von Jens WietersNINDORF · „Na ja, gut 200 Euro wird der Spaß schon kosten“, schmunzelt Barbara Brandt, „aber das ist es mir wirklich wert. Vor allem wenn ich die leuchtenden Kinderaugen sehe.“ Und das wird sicherlich morgen Abend wieder der Fall sein, wenn Brandt das Licht des Nindorfer Weihnachtshauses anknipst.

Dann funkeln nicht nur wieder tausende von bunten Lämpchen von der Fassade ihres Hauses an der Straße Nindorfer Eichende, sonderen unzählige Krippenfiguren, Weihnachtsmänner, Rentiere, Schlitten, Sterne, Monde und vieles, vieles mehr hat Brandt in den vergangenen Jahren zusammengetragen, um Haus und Garten im weihnachtlichen Look erstrahlen zu lassen.

„Seit 2002 habe ich dieses Hobby, dass mir immer noch sehr viele Freude macht“, sagt die 68-Jährige, die es längst nicht mehr dabei belässt, nur ihr Haus zu schmücken. „Im ganzen Garten verteilt baue ich jetzt neue Figuren auf, die eine besondere weihnachtliche Atmosphäre versprühen.“

Natürlich gehört auch der Weihnachtsmann in der Telefonzelle wieder dazu und auch ein aufblasbares Rentiergespann, das von dutzenden Lampen illuminiert wird, soll morgen Abend die Betrachter erfreuen. Bis dahin sind aber noch unzählige Kabeltrommeln, dutzende Mehrfachsteckdosen und hunderte Meter Kabel zu verlegen. Und alles muss natürlich entsprechend gegen Regenwasser geschützt werden, damit Barbara Brandt nicht die Sicherungen um die Ohren fliegen. „Eigentlich mache ich den Aufbau Stück für Stück in den drei Wochen vor dem ersten Advent, aber das klappte in diesem Jahr nicht. Darum muss jetzt die ganze Familie helfen“, ist Brandt optimistisch, dass es morgen Abend wieder mächtig hell wird am Eichende.

Die Ideen für neue Leucht-Kreationen holt sich die Nindorferin ganz modern aus dem Internet. „Dort gibt es auch mal ganz schöne Angebote.“ Und die gilt es zu nutzen, denn aufs Geld muss Barbara Brandt natürlich gucken, die nun schon seit 28 Jahren für Sauberkeit in der Visselhöveder Kaserne Lehnsheide sorgt und das weiter machen will „so lange es das Kreuz mitmacht oder die Kaserne schließt“.

Ebenso fällt ihr Blick im Dezember regelmäßig auf den Stromzähler, weil Energie „ja nun mal im vergangen Jahr nicht gerade billiger geworden ist“. Darum gibt es erstmals kleine Einschränkungen in den Leucht-Zeiten. „An den ersten drei Adventswochenenden brennen die Lampen sonnabends und sonntags von 17 bis 22 Uhr, vom 22. bis 26. Dezember jeden Abend und bis zum 5. Januar dann wieder nur am Wochenende.“

Brandt kann nicht genau beziffern, was sie in den vergangenen Jahren an Geld in die Leuchten gesteckt hat, aber so „um die 3000 Euro werden es schon sein“. Aber dennoch will sie sich ihr Hobby nicht bezahlen lassen. „Ich mache das einfach gern, und wenn es ab und an mal eine Dankeskarte gibt oder ein Paket Kaffee, freut mich das umso mehr“, sagt die Witwe, die ab morgen auf viele Schaulustige hofft.

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