Fachausschuss stimmt Förderantrag zu / Visselhövede tanzt aus der Reihe

Ein Melkhus für Scheeßel

Ein Melkhus in Fintel. ·
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Ein Melkhus in Fintel. ·

Scheessel - Von Lars WarneckeWas lange währt, wird endlich gut. Dieser Spruch trifft nun tatsächlich auf das Melkhus-Projekt in der Gemeinde Scheeßel zu. Nachdem sich 2008 im ersten Anlauf die Pläne für eine Milchraststätte in Bartelsdorf wieder zerschlagen hatten, soll nun auf dem landwirtschaftlichen Hof von Sabine und Wolfgang Bassen am Finteler Weg ein Melkhus seine Pforten öffnen. Am Mittwoch hatte sich der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus, Kultur- und Heimatpflege mit dem Antrag des Ehepaars auf Zuschuss für das geplante Bauvorhaben befasst.

Dass dieser nicht mit den gemeindlichen Förderrichtlinien in Einklang zu bringen sei, machte Christine Meyer deutlich. So erinnerte die auf Tourismus spezialisierte Verwaltungsmitarbeiterin an die Zuschuss-Situation im Jahr 2008 – damals gingen kreisweit elf Melkhüs an den Start. „Allen gemein war, dass unter anderem auch die beteiligten Kommunen sowie der Landkreis selbst Gelder locker machten, um im Schulterschluss die überregionale Bedeutung des Projekts unter Federführung des Tou-ROW zu unterstreichen“, so Meyer. Jede Kommune habe seinerzeit einen Zuschuss in Höhe von 15 Cent pro Einwohner sowie zusätzlich einen Fixbetrag von 1 500 Euro gegeben. So hätte sich am Ende bei Baukosten von 13 800 Euro der Eigentanteil auf rund 7 300 Euro pro Betreiber reduziert.

Im Zuge der Gleichbehandlung und mit Blick auf die überregionale Bedeutung, erläuterte die Verwaltungsfrau, sollten sich die Kommunen des Landkreises nun auch beim Scheeßeler Melkhus an der Finanzierung beteiligen. Meyer: „Um eine Beratungsbasis zu schaffen, sind wir mit unserem Vorschlag an sie herangetreten – mit dem Ergebnis, dass bis auf Visselhövede alle ihre anteilige Unterstützung zugesagt haben.“

Nach aktueller Berechnung würde damit jede Kommune sowie der Landkreis mit jeweils einem Cent pro Einwohner in der Pflicht stehen; die Gemeinde Scheeßel als Standortkommune gewährt, wie vor sechs Jahren auch schon festgelegt, einen zusätzlichen Zuschuss über 1 500 Euro. Da die Stadt Visselhövede keine Beteiligung zugesagt hat, auf sie wäre der Einwohnerzahl entsprechend eine Beteiligung in Höhe von 102 Euro zugekommen, verständigte sich der Fachausschuss darauf, dass die Gemeinde diese Kosten mitträgt. Einstimmig hat das Gremium dem Antrag in Höhe von 1 800 Euro als Teil der Gesamtförderung stattgegeben.

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