Fertigstellung des Großprojekts „Hochwasserschutzdamm“ kostete 968 000 Euro

Meilenstein in der Entwicklung Lauenbrücks

Das Stauwehr des Lauenbrücker Hochwasserschutzdamms beim ersten Funktionstest am vergangenen Wochenende.

Scheessel - LAUENBRÜCK (hu) · Unter großer Beteiligung von Lauenbrücker Bürgern sowie Kommunalpolitikern, Verwaltungs- und Behördenvertretern erfolgte am Samstag die Einweihungsfeier des Hochwasserschutzdamms.

„Mit der Fertigstellung wurde ein Meilenstein in der Entwicklung Lauenbrücks gesetzt. Nach dem verheerenden Hochwasser 2002 und extremen Überschwemmungen in den Folgejahren ist nunmehr der Schutz unseres Ortes vor dem Wasser der Fintau gewährleistet“, hieß es in der Einladung von Bürgermeister Jochen Intelmann und seiner Stellvertreterin Barbara Gräfin von Bothmer. Mit „Ja, und nun stehen wir hier am Stauwehr und freuen uns, dass Lauenbrück nie wieder absaufen wird. Ein Jahrzehnte alter Wunsch der Lauenbrücker ist in Erfüllung gegangen, und ich wünsche mir, dass wir die Hochwasserschutzfunktion niemals aktivieren müssen“, beendete Intelmann seine Einweihungsrede. Den weit mehr als 100 Besuchern wurde anschließend die Funktion des Stauwehrs vorgeführt, indem die Fintau für eine kurze Zeit voll aufgestaut wurde. Das gesamte Projekt hat stattliche 968000 Euro gekostet und ist damit die kostenintensivste Baumaßnahme in der Geschichte der Gemeinde Lauenbrück. Insgesamt fließen 871000 Euro aus Landesmitteln (Konjunkturpaket II), und 97 000 Euro steuert die Gemeinde selbst bei. Die Fertigstellung des 700 Meter langen Staudamms mit dem darauf führenden Asphaltweg, der Brückenkonstruktion über die Fintau mitsamt Stauwehr und Überlaufstrecke hatte sich immer wieder verzögert. Gründe dafür waren unter anderem die Beseitigung einer Moorlinse, Hochwasser und Schlechtwetter, so dass die ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten von 720000 Euro erheblich überschritten wurden. Die mit dem Staudamm entstandene neue Verbindung zwischen dem Benkeloher Weg und der Alten Vahlder Straße ist ausschließlich für den landwirtschaftlichen Verkehr, Radfahrer, Jogger, Walker und Fußgänger zugelassen und wird von diesen bereits gerne und ausgiebig angenommen.

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