Vergütungserhöhung für ehrenamtlich Tätige tritt in Kraft

Mehr Geld für den Rat

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Reeßums Bürgermeister Wilfried Kirchner gratuliert Manfred Hops zu seinem Amt als Wegemeister in Schleeßel. ·

Sottrum - REESSUM · Manfred Hops ist neuer Wegemeister in Schleeßel. Damit bestätigte der Reeßumer Gemeinderat die vom Verwaltungsausschuss ausgesprochene Empfehlung. Der 61-Jährige ehemalige Landwirt beerbt Heinz Meyer, der nach 15 Jahren als Wegemeister im Herbst vergangenen Jahres in den wohlverdienten Ruhestand ging.

Manfred Hops profitiert gleich mit seinem Amtsantritt von der leichten Vergütungserhöhung für ehrenamtlich Tätige, die am 1. April in Kraft tritt. In Zukunft erhalten die Wegemeister in Schleeßel und Clüversborstel jeweils monatlich eine Aufwandsentschädigung von 35 Euro. In den einwohnerstärkeren Orten Reeßum und Taaken sind es 60 Euro beziehungsweise 50 Euro. Mehr Geld gibt es auch für die Ratsmitglieder. So steigt die monatliche Aufwandsentschädigung von 25 Euro auf 30 Euro. Auch das Sitzungsgeld wird um fünf Euro auf 20 angehoben, wobei höchstens zwei Sitzungen pro Tag abgerechnet werden. Diesen Betrag erhalten ebenfalls die Nichtratsmitglieder in den Ausschüssen. Angehoben wurde auch das Salär des Bürgermeisters, der jetzt 550 Euro monatlich (vorher 500 Euro) und zusätzlich eine Fahrtkostenpauschale von 100 Euro (80 Euro) überwiesen bekommt. Während der erste Stellvertreter 100 Euro bezieht, gibt es für den zweiten Stellvertreter 50 Euro monatlich. Die Vorsitzenden der Fachausschüsse erhalten jeweils 20 Euro.

„Ich halte es für angemessen, dass wir die Beträge angepasst haben, denn die alte Satzung war bereits zehn Jahre alt“, betonte Bürgermeister Wilfried Kirchner und fügte hinzu: „Und die Satzung soll auch wieder zehn Jahre Bestand haben.“ Angepasst wurde ebenfalls die Hauptsatzung, deren gesetzliche Grundlage statt der Niedersächsischen Gemeindeordnung jetzt das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz ist.

Bei drei Gegenstimmen wurde bei dieser Gelegenheit gleich die Entscheidungskompetenz des Bürgermeisters von 2 000 Euro auf 3 000 Euro erhöht. Diesen Betrag brauchte Kirchner nicht einmal auszunutzen, als er dem Junggesellenclub zusagte, dass die Kommune die erforderlichen Kosten für Sägearbeiten für die beiden spendierten Sitzbänke übernimmt. Damit erstickte er die vorangegangene Diskussion, ob die 50 Euro aus dem Gemeindesäckel bezahlt werden dürfen.

Viele Beträge lieferten bei dieser Ratssitzung die anwesenden Bürger in der Fragestunde. Überwiegend ging es dabei um Schäden an Straßen und Radwegen. Aber auch die vielen Rehe, die oft auf dem Reeßumer Friedhof zu Gast sind und dabei frische Grabbepflanzungen verspeisen, waren ein Thema. „Dazu bin ich schon oft angerufen worden“, sagte Kirchner, „leider nicht so sachlich wie hier, denn die Anrufer erweckten manchmal den Eindruck, dass der Bürgermeister die Stiefmütterchen selber abfrisst.“ Die Reparatur des Zaunes, der im hinteren Teil keinen Schutz mehr gegen die ungebetenen Besucher bietet, soll für Abhilfe sorgen. Angebote sind bereits eingeholt worden. „Mal sehen, ob das ausreicht“, meinte Ratsherr Cord Schlobohm. · ho

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