Buntes Treiben, gute Stimmung und viele leckere Gerichte beim „Kochen der Kulturen“

Von Matjes bis zu Lahmacun

Mit ein bisschen Spaß kocht es sich gleich viel besser...
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Mit ein bisschen Spaß kocht es sich gleich viel besser...

Visselhoevede - Von Angela Kirchfeld. Hier eine deftige Kartoffelsuppe, Puffer und Pellkartoffeln mit Quark und Matjes, auf der anderen Seite leckeres Lammfleisch, Leberrak, feine Fladenbrote, Weinblätter, Barrak und Lahmacun. Typische norddeutsche und traditionelle kurdische Gerichte standen kürzlich auf dem Speiseplan in der Oberschule Lönsstraße.

Alt und Jung kochen gemeinsam. ·

Zum zweiten Mal lud der Präventionsrat der Stadt Visselhövede zum „Kochen der Kulturen“ ein. „Ich lebe seit 25 Jahren in Visselhövede und bin das zweite Mal dabei, wo kurdische Frauen mit deutschen Frauen gemeinsam etwas unternehmen“, berichtet Hejak Bares. Ihr fehlte lediglich der Kontakt zu anderen. „Alle haben Spaß am Kochen und jeder lernt vom anderen“, zeigt sich Mitorganisatorin und Gleichstellungsbeauftragte Beate Städter begeistert. 20 Teilnehmer, neben Kurden eine Dame aus Mazedonien und Deutsche – darunter auch viele Männer – nahmen mit Begeisterung an der Aktion teil. Im großen Stil wurden alle in die Falttechnik von Weinblättern eingeweiht, die dann gefüllt in einem großen Topf siedeten. „Es erreicht hier eine ganz andere Dimension, etwas gemeinsam mit anderen Kulturen auf die Beine zu stellen. Dazu braucht man noch nicht mal Sprachkenntnisse“, schmunzelte Teilnehmer Ralf Goebel, während er die Quarkspeise für die Matjes zubereitete. „Ich bin auch sprachlos, wie einfach es klappt, zusammen zu kochen und dabei ist es sehr interessant“, freut sich Dagmar Kühnast vom Präventionsrat und Initiatorin der Aktion.

Bürgermeisterkandidat Ralf Goebel probiert sich am Matjes.

Jeder Teilnehmer konnte selbst entscheiden, was er gerne kochen wollte. So entstand eine große bunte Vielfalt. „Was kommt da rein?“ „Wie machst du das?“ und „Was sind die Zutaten?“ – Rezepte wurden ausgetauscht, Tipps und Anleitungen gab es gratis. Ein Problem hatte Teilnehmer Lothar Cordts, der sich für die Kartoffelsuppe mit Lachs verantwortlich zeigte – es war zeitweise keine Kochplatte frei und auf der ehemaligen Kochstelle brutzelten Heiner Gerkens Kartoffelpuffer. Außerdem waren fast alle Backöfen in der Küche belegt, teilweise auch um die Gerichte für das große gemeinsame Essen warm zu halten. Zwischendurch schaute noch eine Schar junger Mädchen in der Pause des Musikunterrichts vorbei, die vom Duft angezogen wurden, der durch die Gänge der Oberschule wehte. Sie wurden gleich zum Probieren eingeladen. „Ist das scharf?“ – Ja! Die scharfen Gewürze waren die Norddeutschen so gar nicht gewohnt und oft hörte man „Meine Augen brennen!“

Aber lecker, schmackhaft und sehr zu empfehlen, lauteten die Prädikate, die am Ende beim gemeinsamen Essen vergeben wurden. Hierzu waren auch alle Angehörigen eingeladen. Aber auch diejenigen, die keine Lust zum Kochen hatten, durften beim Essen dabei sein. Es war von allem reichlich vorhanden. Ganz zum Schluss wurde natürlich gemeinsam aufgeräumt und abgewaschen mit dem Versprechen: „Das machen wir bald mal wieder!“.

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