Auch bei den Langzeitarbeitslosen ist das „Kaufhaus Rotenburg“ beliebt / Es gibt eine Warteliste

Die Maßnahme hat einen guten Ruf

Freuen sich über den guten Ruf des Kaufhauses Rotenburg: Manfred Kröger (l.) und Harald Glüsing. ·
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Freuen sich über den guten Ruf des Kaufhauses Rotenburg: Manfred Kröger (l.) und Harald Glüsing. ·

Rotenburg - Von Guido Menker. Das „Kaufhaus Rotenburg“ (Karo) ist beliebt. Bei den Kunden, aber auch bei den dort beschäftigten Menschen. Rund 30 Männer und Frauen sind es, die vom Job-Center in die zurzeit laufende Maßnahme dieses sozialen Kaufhauses vermittelt worden sind. Sie alle machen das freiwillig, betont Jobcenter-Chef Harald Glüsing: „Diese Maßnahme hat einen guten Ruf.“

Und so ist es nicht verwunderlich, dass es für die Langzeitarbeitslosen sogar schon eine Karo-Warteliste gibt.

Zurzeit läuft dort die fünfte Maßnahme, die mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert und auch vom Jobcenter gefördert wird. Glüsing macht deutlich, dass die Maßnahmen verschiedene Ziele verfolgen. Von Integration ist die Rede, von ganzheitlicher Arbeit, von der Stabilisierung der Langzeitarbeitslosen – und natürlich auch von der Hoffnung, diesen mittelfristig den Übergang in den sogenannten ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. „An diesem Vorhaben messen wir aber nicht die Maßnahme im Karo“, so Harald Glüsing. Schließlich habe es das Jobcenter in einer Phase relativ niedriger Arbeitslosenzahlen mit Menschen zu tun, die zum Teil ganz massive Probleme mitbringen. Das weiß auch Karo-Chef Manfred Kröger zu berichten. Mit einem Teil dieser Schwierigkeiten würden er und seine Kollegen im Karo konfrontiert. Mal hakt es in der Familie, dann bei der Wohnungssuche, im gesundheitlichen Bereich oder auch finanziell. Dann helfen die Sozialpädagogen weiter oder vermitteln Hilfe von anderen kompetenten Stellen.

Die Maßnahme im Karo spielt sich mitten im Leben ab. Jeder Teilnehmer trägt ein gewisses Maß an Verantwortung, was das Selbstwertgefühl steigert. „Wir wollen in der neuen Maßnahme noch individueller auf die Teilnehmer eingehen“, betont Kröger den Ansatz.

Vor diesem Hintergrund ist mit Christina Schepker nun eine neue Kollegin ins Team gerückt, die als ausgebildete Kauffrau und Coach entsprechende Erfahrungen mitbringt. Ganz entscheidend kann aber auch die Teilnahme an einem Praktikum sein. Das machen etwa zwei Drittel der Teilnehmer. Und auch in diesem Fall erweist sich der gute Ruf des Karo als wichtiger Erfolgsfaktor. Inzwischen kann Kröger von 20 bis 25 Betrieben berichten, die immer wieder gerne Plätze zur Verfügung stellen, um den Teilnehmern einen Einblick in den ersten Arbeitsmarkt zu gewähren. „Einige kümmern sich sehr intensiv und übernehmen auch schon mal Teilnehmer von uns“, berichtet Kröger. Die fünfte Maßnahme stimmt Kröger und Glüsing optimistisch: „Von Beginn an eine tolle Stimmung“, so der Karo-Chef. Und Glüsing fällt auf: „Eine sehr intensive und gute Kommunikation.“ Das alles spreche für ein hohes Maß an Identifikation. Kröger: „Die Mischung macht‘s.“ Das alles trägt letztendlich dazu bei, dass sich der gute Ruf hält und die Maßnahmen im Karo eine Zukunft haben und somit weiteren Menschen Perspektiven verschaffen.

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