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Maskenskandal um Fynn Kliemann: Ermittlungsverfahren gestartet

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Von: Marcel Prigge

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Fynn Kliemann steht weiterhin in der Kritik. Die Polizei Rotenburg sammelt nun Anzeigen und Hinweise gegen den Unternehmer.
Gegen Fynn Kliemann wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Die Polizei Rotenburg sammelte Anzeigen und Hinweise gegen den Unternehmer. (kreiszeitung.de-Montage) © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Influencer im Visier: Wegen des Maskenskandals ging bei der Polizei Rotenburg eine Anzeige gegen Fynn Kliemann ein. Jetzt wurde das Ermittlungsverfahren gestartet.

Stade/Rotenburg – Die Staatsanwaltschaft Stade hat ein Ermittlungsverfahren gegen Influencer Fynn Kliemann eingeleitet. Das teilte die Behörde der dpa mit. Es werde unter anderem wegen Betrugsverdachts gegen den Musiker und Geschäftsmann im Kontext des Böhmermann-Beitrags zu umstrittenen Geschäften mit Schutzmasken ermittelt.

Maskenskandal: Ermittlungsverfahren um Fynn Kliemann gestartet

Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte, zeige sich im Laufe des Verfahrens, ob es weitere Beschuldigte gebe. Man habe mindestens eine Anzeige gegen Kliemann erhalten. Weitere Details dazu, um was sich die Ermittlungen genau drehen, wurden nicht genannt. Auch der Zeithorizont für das Verfahren ist unklar.

Polizei Rotenburg sammelt Hinweise und Anzeigen gegen Fynn Kliemann

Seit dem Bekanntwerden der Vorwürfe sammelte die Polizei Rotenburg Anzeigen und Hinweise aus der Bevölkerung. Wie Heiner van der Werp, Sprecher der Polizeiinspektion Rotenburg, gegenüber kreiszeitung.de bestätigte, stehe die Behörde im Austausch mit der Staatsanwaltschaft. Auf unterschiedlichen Wegen seien Hinweise mit dem Verweis auf die Sendung „ZDF Magazin Royal“ eingegangen. Mindestens eine Anzeige gegen Kliemann sei dabei gewesen.

Jan Böhmermann erhob Vorwürfe bei „ZDF Magazin Royale“

Satiriker Jan Böhmermann hatte in seiner Sendung Vorwürfe gegen Kliemann erhoben. Den Recherchen zufolge soll Kliemann Corona-Schutzmasken als fair produzierte Güter aus der EU vertrieben haben, obwohl sie in Bangladesch und Vietnam produziert wurden. Außerdem soll Kliemann dazu beigetragen haben, dass 100.000 fehlerhafte Masken an Flüchtlingsunterkünfte geliefert wurden. Aufgrund der Anschuldigungen gegen Kliemann kündigten viele Unternehmen die Partnerschaft mit dem Influencer. Auch der WDR prüft offenbar rechtliche Schritte. Der Rundfunksender habe Masken für eine TV-Produktion von Kliemann bezogen. (Mit Material der dpa)

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