In Rotenburg liegen die Quadratmeterpreise über Landesdurchschnitt / Wohnungswirtschaft zu Gast

Es mangelt an Mietwohnungen

Der Verbandsdirektor, Senator a.D. Bernd Meyer (v.r.), Peter Grewe, Detlef Eichinger, Norbert Behrens und Reinhard Grindel freuten sich über die Resonanz auf die 4. Rotenburger Tage der Wohnungswirtschaft.

Rotenburg - ROTENBURG (sf) · „Wir brauchen in Rotenburg mehr Geschosswohnungsbau“, stellte Bürgermeister Detlef Eichinger in seinem Grußwort zu den „4. Rotenburger Tagen der Wohnungswirtschaft“ fest. Die Veranstalter – Planungsgemeinschaft Nord (PGN) und Unternehmensgruppe Grewe – konnten dazu gestern Morgen rund 100 Verantwortliche aus der Branche im Wachtelhof begrüßen. Das steigende Interesse signalisiere, so PGN-Chef Norbert Behrens, dass man mit der Auswahl der Themen und auch der Referenten die aktuellen Entwicklungen abdecke.

Die Stadt Rotenburg genieße in der norddeutschen Wohnungswirtschaft einen guten Ruf. Mit dazu beigetragen hätten sicherlich die Unternehmen PGN und Grewe, die Kooperationspartner im gesamten Norden der Republik hätten. Nach drei Tagen der Wohnungswirtschaft in aufeinander folgenden Jahren habe man sich entschlossen, künftig alle zwei Jahre die Partner aus der Branche aber auch von Kreditinstituten und Handel zum Gedankenaustausch einzuladen. Die anwesenden Geschäftsführer aus der Wohnungswirtschaft, so Behrens, stünden jeweils für einen Wohnungsbestand von durchschnittlich 3 000 Einheiten.

Bürgermeister Detlef Eichinger nutzte die Gelegenheit, um vor den zahlreichen auswärtigen Gästen kräftig die Werbetrommel für die Kreisstadt zu rühren. Er wies darauf hin, dass die von der Stadt ausgewiesenen Neubaugebiete schnell vermarktet werden konnten. In Rotenburg stünden die Zeichen auf Eigenheimbau, an Mietwohnungen, an Geschosswohnungsbau mithin, herrsche Mangel.

Bundestagsabgeordneter Reinhard Grindel betonte, Deutschland sei aus der Finanz- und Wirtschaftskrise erstarkt herausgekommen. Aber die Maßnahmen hätten viel Geld gekostet, und vom Sparen sei auch die Städtebauförderung nicht ausgenommen worden. Immerhin hätten es die Koalitionsfraktionen erreicht, dass der vom Finanzminister vorgeschlagene Ansatz um 150 auf 455 Millionen Euro (2010: 535 Millionen Euro) aufgestockt worden sei. Die „Erfolgsgeschichte der energetischen Gebäudesanierung“ werde man fortschreiben, 500 Millionen Euro aus dem Energie- und Klimafonds fließen lassen. Ziel sei es, die Mittel im nächsten Jahr im Wissen, dass damit hohe Investitionen angestoßen werden, zu erhöhen.

Ministerialdirektorin Oda Scheibelhuber, Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, sagte für die Zukunft voraus, dass „die Anspannungen im Rotenburger Mietwohnungsmarkt voraussichtlich zunehmen werden. In der Kreisstadt dominierten „Mietpreise, die über dem Durchschnitt Niedersachsens liegen. Zur Förderung des Mietwohnungsbaus eigne sich, so Oda Scheibelhuber, weniger die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung: „Wesentlich zielgenauer ist die soziale Wohnraumförderung der Länder“, die der Bund bis 2013 mit jährlich 518 Millionen Euro unterstütze.

Die verschiedenen Programme ließen sich nur im engen Dialog mit allen Beteiligten erfolgreich umsetzen, so die Expertin aus Berlin. Die Bundesregierung halte am begonnenen „immobilienwirtschaftlichen Dialog“ fest. Die Veranstalter der Rotenburger Tage der Wohnungswirtschaft leisteten mit ihrem Forum einen wichtigen Beitrag dazu.

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