Vortrag zu Kompetenz im Internet

„Man darf nicht alles verteufeln“

Scheessel - Happy Slapping, Isharegossip oder Cyber-Stalking – es gab auf jeden Fall einige Begriffe, von denen die knapp mehr als 30 Gäste des Informationsabends in der Beekeschule noch nichts gehört hatten. Das Verhalten im Internet stand am Montagabend im Fokus der Veranstaltung, die Teil einer Projektwoche an der Scheeßeler Bildungseinrichtung ist.

Referent Christoph Haas ist Diplom-Psychologe der Agentur Prevent, die das Präventionsprogramm „Sign“ mit Seminaren an Schulen organisiert. So auch an der Beekeschule, an der die Lehrerin Olga Menkhaus die Leitung übernommen hat. Die Schule will unter anderem durch dieses Projekt sehr deutlich machen, das ihr das Thema Internet wichtig ist und die Kompetenzen der Schüler gestärkt werden sollen.

Doch damit nicht genug, es gab auch einen aktuellen Aufhänger: Eine Studie im Auftrag der Bundesregierung, die am Wochenanfang veröffentlich wurde, besagt, dass mehr als eine halbe Million Deutsche internetsüchtig sein sollen. Grund genug für den Referenten Haas, eine Online-Rundumschlag zu präsentieren: Von SchülerVZ über Facebook bis hin zu Computerspielen. Auch wenn Haas selbst keinen Facebook-Account besitzt und das soziale Netzwerk Google Plus mit dem Browser Google Chrome verwechselte, gab er vielen der Anwesenden neue Einblicke.

„Vor allem wenn es um die Gesetze geht, sind die Schüler sehr interessiert“, erklärte Haas, zu den Inhalten der Arbeit mit den Sieben- bis Zehntklässlern. Er warnte vor Verletzungen des Urheber- oder Jugendschutzgesetzes, ging auf das Beleidigungsquadrat ein und sprach über personalisierte Werbung. „Man dürfe aber auch nicht alles verteufeln“, so Haas, der Cybermobbing für absolut keinen Scherz hält. Neben den Gefahren erklärte er auch die Chancen, die sich im Internet böten: Freundschaften pflegen, Vernetzen, Informationssuche. Für die interessierten, anwesenden Eltern war der Vortrag vielleicht etwas zu oberflächlich, da sie sich sowieso mit dem Thema beschäftigt hatten. „90 Personen hatten sich angemeldet“, berichtetet Lehrerin Menkhaus. „Nichteinmal die Hälfte war gekommen. Darunter bestimmt einige, für die gerade diese Infos wichtig wären.“ · pfa

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