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Neue Spielregeln für Maitour zum Bullensee

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Sammelpunkt Knickchaussee in Rotenburg. Weiter geht die Tour mit und ohne Bollerwagen Richtung Bullensee.
Sammelpunkt Knickchaussee in Rotenburg. Weiter geht die Tour mit und ohne Bollerwagen Richtung Bullensee. © Goldstein

Rotenburg - Von Guido Menker. Der Bullensee als Pilgerstätte: Auch in diesem Jahr wird es wieder die große Mai-Sause mit mehreren tausend Teilnehmern geben. Die Mai-Tour der Jugendlichen und jungen Erwachsenen – „ein Unikum“, sagt Frank Rütter, Leiter des Rotenburger Ordnungsamtes. Zu Fuß steuern die jungen Leute den Bullensee an – im Gepäck haben sie jede Menge Alkohol. Gut gelaunt starten sie in den Mai. In diesem Jahr allerdings mit neuen „Spielregeln“.

Frank Rütter, seine Kollegen in der Samtgemeinde Bothel, die Polizei, das DRK, die DLRG sowie die Feuerwehr können ebenfalls ein Lied von der Mai-Tour singen. Das ist aber gar nicht lustig.

Für die Teilnehmer ist der Weg das Ziel. Seit mehreren Jahren bevorzugen sie dabei vor allem zwei Routen: der gesamte Grafeler Damm in Richtung Süden sowie die Knickchaussee. Und genau dort liegen die Probleme. Gerade in diesem Bereich rund um den beliebtesten Sammelpunkt an der Schule am Grafel zeigen sich in jedem Jahr die Schattenseiten dieser Mega-Party ohne Veranstalter: bergeweise Müll und als öffentliche Toiletten missbrauchte Vorgärten.

„Da ist es verständlich, dass die Anwohner und die Stadt in der Vergangenheit darüber nicht erfreut waren“, so Rütter. Im vergangenen Jahr litten die Anwohner noch mehr, weil die Stadt die Schule mit einem Gitterzaun geschützt hatte. Das wird sie auch in diesem Jahr so machen, aber es gibt weitere Neuerungen, über die der Ordnungsamtsleiter sowie Thomas Buncke, Einsatzleiter der Rotenburger Polizei, gestern Morgen die Presse informiert haben.

An der Schule am Grafel sowie am Kreuzungsbereich Ebbers Kamp / Knickchaussee werden Dixie-Toiletten aufgestellt. Darüber hinaus soll es an der Schule einen Müllcontainer geben. Ein weiteres Problem ergab sich daraus, dass bestimmte Straßen aufgrund der Besucheranzahl für den Fahrzeugverkehr nicht mehr passierbar waren. „Auch für Rettungsfahrzeuge gab es kein Durchkommen. Zum Schutz der Besucher und der betroffenen Anwohner werden Polizei und Stadt daher erstmals versuchen, auf den Streckenverlauf zum Bullensee Einfluss zu nehmen“, so Buncke.

Ziel soll sein, die Hauptmarschroute auf die Knickchaussee zu verlegen. Dazu werden die Besucher, die über den Grafeler Damm eintreffen, über Ebbers Kamp zur Knickchaussee weitergeleitet. Die Verbindung zwischen Grafeler Damm und Süderstraße über den Moorkamp werde für Teilnehmer daher gesperrt. Jugendliche, die über die Süderstraße eintreffen, können nur über den Moorkamp Richtung Kickchaussee weiter zum Bullensee gelangen, erklären Buncke und Rütter, die darauf setzen, dass die Wanderer die Anweisungen befolgen.

Und weil der Strom der jungen Leute schließlich am Hartmannshof vorbeiführt, wo gerade erst der neue Mitmach- und Erlebnisgarten fertiggestellt wird, sorgen auch dort Ordnungskräfte für die nötige Sicherheit, heißt es weiter.

– aber am Bullensee angekommen, werden die jungen Leute auch dort ordentlich feiern. Allerdings wird der Kiosk wenig Attraktivität ausstrahlen. Einen Ausschank gibt es nicht, und die Toiletten stehen nicht zur Verfügung. Dafür erwarten die Teilnehmer auf dem Parkplatz mehrere Versorgungsstände, Toiletten und weitere Müllcontainer.

40 Polizisten im Einsatz, ein Notarzt, der Rettungsdienst, die Feuerwehr sowie die Ordnungsämter aus Bothel und Rotenburg und die DLRG sind vor Ort. Es gehe um Gefahrenabwehr, Sicherheit und Ordnung – aber auch um den Jugendschutz. Buncke verspricht ein konsequentes Vorgehen gegen erkennbare Störer. Und er weist darauf hin, dass Grills und offenes Feuer nicht akzeptiert werden.

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