Aus Männern werden Ritter

Großpriorin Elke Bruns und Komtur Fritz Strunk bereiten Konvent und Investitur des Ritterordens in Rotenburg vor, ·
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Großpriorin Elke Bruns und Komtur Fritz Strunk bereiten Konvent und Investitur des Ritterordens in Rotenburg vor, ·

Rotenburg - „Wir suchen nicht nach dem Heiligen Gral“: Elke Bruns aus Ahausen zeichnet als deutsche Großpriorin verantwortlich für rund 120 Ritter und Damen sowie eine ungleich größere Zahl von Anwärtern, die sich innerhalb von zwei Jahren auf eine ordentliche Mitgliedschaft im OSMTH – Ordo Supremus Militaris Templi Hierosolymitani – vorbereiten. Der Ritterorden knüpft an die Tradition der Templer an. Nur, sagt Bruns, „was die Ritter mit dem Schwert taten, machen wir mit Worten.“

Vom 21. bis zum 23. Juni erwarten Elke Bruns und ihr örtlicher Statthalter in der Komturei Rotenburg, Fritz Strunk, Ordensritter aus Deutschland und dem europäischen Ausland sowie den USA zu Konvent und Investitur in der Kreisstadt. Unter den Gästen wird auch Munib A. Younan sein, der Bischof von Jerusalem und seit jetzt drei Jahren Präsident des Lutherischen Weltbundes. Younan lädt für Sonnabend, 22. Juni, gemeinsam mit Landesbischof Ralf Meister zu einem öffentlichen Gottesdienst in die Stadtkirche. Vorher wird sich der Orden gegen 17.30 Uhr auf eine Prozession vom Wachtelhof zur Stadtkirche machen. Nach dem Gottesdienst will Elke Bruns in einer traditionellen Investitur-Zeremonie zwei Männer und eine Frau zu Rittern beziehungsweise zur Dame schlagen.

Die Großpriorin aus Ahausen erwartet in Rotenburg rund 50 Mantelträger. Das traditionelle, weiße Gewand mit dem großen roten Ordenskreuz ist eines der Insignien, das Männer wie Frauen als Mitglieder des überkonfessionellen Ordens ausweisen, dessen Wurzeln sich bis ins Jahr 1118 zurückverfolgen lassen, als Gefolgsleute Gottfried von Bouillons die ritterliche Gemeinschaft ins Leben riefen, um die Pilger ins Heilige Land vor Wegelagerern zu schützen. Im Laufe der Jahrhunderte waren die Templer zahlreichen Verfolgungen bis hin zur Zerschlagung ausgesetzt. Die Neugründung als nichtmilitärische Hilfsorganisation erfolgte 1853 in Versailles. Kaiser Napoleon III. ermächtigte die Templer, öffentlich Abzeichen und Wappen des Ordens zu tragen. Seit 2002 ist OSMTH International von den Vereinten Nationen als nicht staatliche Hilfsorganisation mit Konsultativstatus in sozial-ökonomischen Fragen anerkannt. Die Mitglieder des Ordens, erläutert Fritz Strunk, helfen örtlich wie mit anderen Komtureien weltweit. So wird die Aktion „Hilfe für Ort“ ebenso regelmäßig unterstützt, wie die Kirchenstiftung Ahausen. Die beim Konvent gesammelten Spenden kommen dem geplanten Hospiz in Bremervörde zu Gute. Übrigens: Bischof Younan wird sich am Sonnabend ins Goldene Buch der Stadt eintragen. · sf

Weitere Informationen unter

http://www.osmthgermany.de .

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