Die letzte Kreisstraße in der Gemeinde Horstedt hat nun auch einen Rad- und Fußweg

Lückenschluss im Straßennetz

Zufrieden mit dem neu angelegten Rad- und Fußweg an der Stapeler Dorfstraße: Bürgermeister Heinz-Dieter Gebers (links) und Wegemeister Michael Schröck.

Sottrum - STAPEL (sbo) Künftig können sich die Bürger und Besucher in Stapel bequem per pedes oder mit Pedalkraft entlang der Stapeler Dorfstraße bewegen – ohne dabei dem Kraftfahrzeugverkehr in die Quere zu kommen. Denn die letzte Kreisstraße in der Gemeinde Horstedt hat jetzt auch einen Fuß- und Radweg.

Auf der Nordseite der K 203 schlängelt sich nun parallel zur Fahrbahn ein rotbunt gepflasterter Streifen. „Wir haben im Rat lange überlegt, auf welche Seite wir den Weg machen. Wir haben uns dann für die Nordseite entschieden, weil die Wohnbebauung auf der Seite stärker ist“, erläutert Bürgermeister Heinz-Dieter Gebers.

Nachdem im vergangenen Jahr im ersten Schritt rund 170 Meter zwischen den Straßen Am Heuwege und Hinter den Höfen fertiggestellt wurden, gingen nun in den Sommerferien die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt über die Bühne. Der Lückenschluss erfolgte auf einer Länge von 300 Metern – vom Moorweg bis zur Straße Zum Stapeler Wald. „Auf einem kleinen Streifen mussten wir dazu die Kreisstraße erhöhen. Da haben wir eine Vereinbarung mit dem Landkreis getroffen“, berichtet Gebers.

Der kombinierte Rad- und Fußweg ist 1,5 Meter breit und in rotbuntem Rechteckpflaster angelegt. Hinzu kommt ein 30 Zentimeter breiter Sicherheitsstreifen zur Fahrbahn, der sich farblich mit hellgrauen Pflastersteinen von der Anlage abhebt. Den Abschluss bildet ein Rundbordstein, bei dem die Außenkanten abgerundet sind. So können Radfahrer an jeder Stelle des Weges bequem auf- und abfahren. Vor allem auch Rollstuhlfahrer kämen über diese Art Bordstein einfacher auf den Weg. „Die Strecke ist sozusagen barrierefrei“, hebt der Bürgermeister hervor. Zufahrten zu Grundstücken sind deutlich erkennbar: An diesen Stellen wird der Sicherheitsstreifen von dem rotbunten Pflaster durchbrochen, und der Bordstein ist abgesenkt. Auch die Einfahrten in die angrenzenden Straßen wurden wie bereits auf dem ersten Bauabschnitt neu gestaltet und zum besseren Auslaufen großzügig um die Ecken herumgezogen. An der Ecke Moorstraße/Hinter den Höfen musste der Weg nach hinten von der Straße weg verlagert werden, da dort der Erinnerungsstein an den Sieg 1982 im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ steht. Dazu müsse die Gemeinde noch etwas Fläche ankaufen, so Gebers. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, wo es zum Friedhof geht, ist zudem ein Übergang eingerichtet, damit die Fuß- und Radfahrer dort sicher stehen können.

Mit dem Neubau des Radweges bekam auch die Straße Zum Blocksberg von der Einfahrt bis auf Höhe der neuen Eckumrandung auf acht Metern Länge eine rote Pflasterung und auf weiteren gut 50 Metern eine neue Asphaltdecke. Auch die Wasserführung wurde erneuert. „Die Oberfläche war sehr marode“, erklärt Gebers. Daher habe man alles in einem Abwasch erledigt. Die Kosten für dieses Extra belaufen sich auf knapp 4 000 Euro.

Ebenfalls ausgebaut wurden die Bushaltestellen auf beiden Straßenseiten. Damit alle Bürger künftig barrierefrei in den Bus steigen können, wurde das Pflaster auf 18 Zentimeter angehoben, das sich seitlich auslaufend wieder dem Niveau der Straße anpasst.

Der erste Bauabschnitt schlug mit rund 25 000 Euro zu Buche. Die Rechnung für die nun fertiggestellte Wegstrecke inklusive Extras beläuft sich auf etwa 80 000 Euro. „Für so einen Ort wie Stapel mit seinen 220 Einwohnern ist das schon eine große Maßnahme“, betont Gebers und freut sich über den Lückenschluss an den Kreisstraßen seiner Gemeinde.

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