Turmuhr der Kirche ist seit Wochen kaputt / Umfangreiche Reparatur nötig

St. Lucas tickt nicht richtig

Wem die Stunde nicht schlägt: Seit rund sieben Wochen ist die historische Schlaguhr der Kirche außer Betrieb. ·
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Wem die Stunde nicht schlägt: Seit rund sieben Wochen ist die historische Schlaguhr der Kirche außer Betrieb. ·

Scheessel - Von Lars WarneckeDie Zeit rennt, so sagt man. In Scheeßels Ortsmitte sieht das momentan ein wenig anders aus. Vor rund sieben Wochen stand die Zeit auf dem Ziffernblatt der St.-Lucas-Kirche plötzlich still, um Punkt 12.05 Uhr. Ein Zeichen, dass die Kommunalpolitik bei wichtigen Entwicklungsprozessen stark hinterherhinkt oder ist glatt der Unausprechliche in das Gotteshaus eingefahren? Wohl keins von beidem.

Die Erklärung des Phänomens liefert Ursel Gehring, Küsterin in der St.-Lucas-Kirche: „Anfang Dezember ist aus dem Uhrwerk ein Zahn abgebrochen, der normalerweise die Gewichte beim stündlichen Glockenschlag abbremst.“

Durch das fehlende Teilchen seien die Gewichte in einem Rutsch in eine mit Sand befüllte Kiste gefallen. „Dadurch schlug die Uhr erstmal eine Viertelstunde ununterbrochen weiter“, erinnert sich die Küsterin.

Aufmerksam gemacht auf das nicht eingeplante Geläut habe sie damals Inge Wedel vom gegenüberliegenden Uhrengeschäft. „Die hören ja so etwas raus, wenn etwas nicht stimmt“, schmunzelt Gehring. Daraufhin habe sie sich sofort auf den Weg in den Glockenturm gemacht, um die historische Schlaguhr, die mehr als 150 Jahre „auf dem Buckel“ hat, abzuschalten.

Und seitdem verkündet kein Glockenschlag mehr die Zeit, keinen Zentimeter rücken die Zeiger auf dem Ziffernblatt weiter.

So mancher Scheeßeler, erzählt die Küsterin, habe schon besorgt bei der Kirchengemeinde nachgefragt. „Wir hoffen, dass der Defekt in spätestens zwei Monaten behoben ist.“ Zunächst sei eine Fachfirma aus Süddeutschland damit beauftragt worden, einen Kostenvoranschlag zu machen.

„Wir warten täglich, dass das Angebot kommt“, so Gehring. Anschließend werde in den einzelnen Gemeinde-Gremien darüber entschieden, in welchem Umfang das Uhrwerk repariert werden soll.

„Möglich wäre es auch, die Uhr, die ja bislang immer noch alle drei Tage von Hand aufgezogen werden musste, künftig über einen Elektromotor laufen zu lassen.“

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