Peter Röhrs gewinnt im Schnitt zweimal pro Monat bei Preisausschreiben

Nur der Lotto-Jackpot und ein Auto fehlen noch

Peter Röhrs (l.) zählt nun auch Uwe Seeler zu seinen Bekannten.
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Peter Röhrs (l.) zählt nun auch Uwe Seeler zu seinen Bekannten.

Visselhoevede - Von Jens WietersVISSELHÖVEDE · Er ist ein echter Glückspilz, denn rund zwei mehr oder weniger wertvolle Gewinne im Monat trudeln beim Visselhöveder Peter Röhrs per Post oder Paketdienst in schöner Regelmäßigkeit ein. Darum muss sich der 49-Jährige auch keine großen Gedanken über Urlaubsziele machen: „Eine Reise im Jahr ist immer drin.“

Seit den 80er Jahren gibt es kein Gewinnspiel, das der Datenverarbeiter in die Hände bekommt, bei dem er nicht mitmacht. „Das begann recht locker, als ich einfach mal Eintrittskarten für ein Fußballspiel im Hamburger Volksparkstadion gewinnen wollte“, erzählt Peter Röhrs.

Einige Wochen später saß der überzeugte HSV-Fan mitten auf der Ehrentribüne, neben Leuten, „die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt.“

Einmal Blut geleckt, füllte Röhrs jede Gewinnkarte aus und machte bei jedem Preisausschreiben mit. „In den 90ern habe ich überwiegend den Bildschirmtext des Fernsehers genutzt sowie Zeitungen und Zeitschriften durchgeblättert, auch bei Radiosgewinnspielen war ich dabei.“

Kreuzfahrten und

Fußballspiele

Es hagelte Preise: Zunächst Videos, später CD’s und DVD’s, ein halbes Dutzend hochwertige Fahrräder, mal ein bisschen Bargeld und natürlich jede Menge Haushaltsartikel, die ich oft verschenke oder spende“, so Röhrs, der aber nicht bei jedem Spiel zehn Karten abgibt, sondern einfach nur „an vielen mitmacht“.

Heute nutzt er bei der Jagd nach dem Hauptgewinn verstärkt das Internet. „Dadurch wird man natürlich überschwemmt mit Werbung, aber das Mitmachen geht recht einfach und schnell. Und ich suche mir auch nur seriöse Firmen aus.“

Mit diesen Unternehmen hat Röhrs vor allem während seiner vielen gewonnenen Reisen nur gute Erfahrungen gemacht: „Bei der Fußball-Europameisterschaft in Portugal 2004 war ich live beim Spiel unserer Elf gegen Holland dabei. Natürlich mit Flug, Hotel und allem drum und dran. Ein Testspiel der deutschen Mannschaft gegen die USA habe ich mir aus einer Loge angeguckt, und zur WM-Quali gegen die Türkei ging es drei Tage lang nach Istanbul.“

Meistens seien große deutsche Brauereien die Sponsoren, die die Sportreisen unter die Leute brächten. Weil die gewonnenen Trips zumeist für zwei Personen gelten, hat Röhrs natürlich viele Freunde, die ständig anfragen, wann sie denn mal mitreisen können. „Meistens nehme ich aber meinen Bruder und ausgewählte Leute mit.“

Weitere Gewinne in diesem Bereich waren diverse Motorsportveranstaltungen, die Taufe eines Kreuzfahrtschiffs mit anschließendem Zwei-Tages-Törn auf der Nordsee und viele Hotelgutscheine. „Die habe ich aber gar nicht eingelöst, weil kein Flug dabei war.“

Spaß macht Röhrs vor allem das Kennenlernen einiger Promis. „So habe ich mit Uwe Seeler mal einen ganzen Tag verbracht, war mit ihm Essen und dabei haben wir ausführlich über Fußball diskutiert.“

Im März geht’s

sieben Tage nach Florida

Auch die Eislauflegende Anni Friesinger gehört zu Röhrs’ Bekanntenkreis. „Ich durfte bei einem VIP-Radrennen bei den Cyclassics in Hamburg mitmachen und Anni war unsere Teamchefin.“ Die ganze Veranstaltung habe ihm unheimlich viel Spaß gemacht, so Röhrs, aber das sportliche Ergebnis sei niederschmetternd gewesen: „Ich bin nur nicht Letzter geworden, weil ein Konkurrent eine Panne hatte.“ Und wie war der Visselhöveder unterwegs? Na klar: Mit einen vorher gewonnenen Mountain-Bike.

Rund eine Stunde pro Tag verbringt der Single eigenen Angaben nach im Netz, um nach lukrativen Preisausschreiben zu stöbern. „Natürlich spiele ich auch Lotto. Aber nur mit geringen Einsätzen. Da hat es aber noch nicht so richtig doll geklappt. Der Jackpot und ein Auto fehlen mir noch“, lacht der „Hans im Glück“, der eigentlich Peter heißt.

Der muss schon in ein paar Wochen wieder die Koffer packen. Dann geht es mal nicht zu einer sportlichen Veranstaltung, sondern ganz „normal“ nach Florida in die USA. „Sieben Tage Orlando mit allem Zipp und Zapp sind der vorerst letzte Gewinn“, freut sich der bald 50-Jährige, der mit seinem Bruder in die Sonne fliegen will.

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