52 Führungsunterstützer gestern verabschiedet

Letztes Kontingent nach Afghanistan

Oberstleutnant Jörg Krause (r.) verabschiedete Hauptmann und Spieß des Afghanistan-Kontingents, die ein Visselhöveder Ortsschild mit an den Hindukusch nehmen. ·
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Oberstleutnant Jörg Krause (r.) verabschiedete Hauptmann und Spieß des Afghanistan-Kontingents, die ein Visselhöveder Ortsschild mit an den Hindukusch nehmen. ·

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Die Mikrofonanlage hätten sie ihm schon weggenommen, sagte Jörg Krause. Und auch auf das Stehpult habe schon eine neue Verwendung gewartet. Der Oberstleutnant versuchte gestern Morgen während der Verabschiedung eines Kontingents nach Afghanistan die aktuelle Situation der Soldaten in der Visselhöveder Kaserne Lehnsheide zu beschreiben (siehe Meldung rechts).

52 Soldaten des Führungsunterstützungsbataillons 285 haben damit aber erstmal nichts zu tun, denn sie fliegen in der nächsten Woche an den Hindukusch, um drei Monate lang in Mazar-el-Sharif und in der afghanischen Hauptstadt Kabul der dortigen Bevölkerung ein Stückchen mehr Frieden zu bringen.

Krause betonte zwar, dass es der letzte Verabschiedungsappell am Standort Visselhövede sein werde, aber gleichwohl sei der Einsatz am Hindukusch wie alle anderen vorher professionell vorbereitet worden. „Wenn Sie im Juni wieder nach Visselhövede zurückkehren, werden sie zwar Änderungen bemerken, aber noch keine leere Kaserne vorfinden“, beruhigte Krause die Soldaten, die sich ihrer Verantwortung dieses Einsatzes bewusst sein müssen. Den erfahrenen Kräften, die schon häufiger in der Krisenregion waren, gab er mit auf den Weg, sich „um die Neulinge zu kümmern“. Und vom Chef des Afghanistan-Kontingents, Hauptmann Ole Napirowski, verlangte Krause: „Bringen Sie mir alle Kameraden gesund zurück.“

Visselhövedes Bürgermeisterin Franka Strehse erinnerte daran, dass die Bundeswehreinsätze von vielen Menschen in Deutschland immer häufiger kritisiert würden: „Die Auslandseinsätze sind eine offene Baustelle und vermutlich nie fertig.“ Aber das Leid, das aus den Konflikten der Welt, tausendfach hervorbreche, „geht uns doch etwas an“.

Und bei allen Schwierigkeiten habe die internationale Staatengemeinschaft in Afghanistan viel erreicht: „Der Straßenbau und die medizinische Versorgung wurden stark verbessert. Und wir investieren in Bildung, denn gegen Hass und Intoleranz gibt es kein besseres Mittel als Bildung.“ · jw

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