Jeddinger Friedrich Bode und Helmut Vorwig sammeln Ideen für Dorfgemeinschaft

Lesestube im Ortszentrum

Fast wie bei Petterson und Findus: Bei Helmut Vorwig sitzt schon mal ein Huhn auf dem Knie. Ein sicheres Zeichen dafür, dass die Lesestube geöffnet ist. ·
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Fast wie bei Petterson und Findus: Bei Helmut Vorwig sitzt schon mal ein Huhn auf dem Knie. Ein sicheres Zeichen dafür, dass die Lesestube geöffnet ist. ·

Visselhoevede - JEDDINGEN · Welches Kind kennt nicht den alten Petterson und Kater Findus samt tierischem Hofstaat, wo jeder mit jedem spricht und seine Späße treibt. „Nun wissen die wenigsten Jeddinger Kinder, dass wir auch einen Petterson haben. Und zwar nicht in einem Buch, sondern einen wirklichen Mann. Es handelt sich um Helmut Vorwig und seinen Tierstaat“, berichtet Friedrich Bode

Und Bode hat gemeinsam mit der Jeddinger Gesprächsrunde „Unser Dorfleben“ eine besondere Idee ins Leben gerufen: Eine Art Lesestube. „Unser Helmut von der Ecke bildet das Dorfzentrum mit seinen drei Häusern, die er in jahrelanger Arbeit mit Hilfe von Handwerkern vor dem totalen Verfall rettete. Dann ergab sich einfach so die Vorstellung eines Lesestübchens mitten im Dorf“, so Bode. Seine Vorstellung: „Alle können dort ihre überzähligen Bücher hinbringen oder sich spannende Bücher zum Lesen ausleihen. Das Stübchen richtete Vorwig so her, dass dort Leseabende in kleinem Kreise stattfinden können oder auch sonstige Klönrunden.“ Während einer ersten Zusammenkunft im Mai wurden folgende Themen aufgegriffen: das Angebot gemeinschaftliches Lesen mit Kindern und Müttern, die Herrichtung einer kleinen Bücherei und die Möglichkeit auszuloten, EU-Gelder dafür einzuwerben. „Das nächste Treffen ist für den Dienstag, 25. Juni, ab 20 Uhr wieder im Lesestübchen vorgesehen“, berichtet Bode, der dann aber nicht nur lesen und klönen, sondern auch über Nachpflanzungen von Obstbäumen im Dorf oder über Ausflüge diskutieren will.

Mittendrin ist „Helmut von der Ecke“ der tatsächlich dem Petterson ein bisschen ähnelt. Denn zu seinem Hof gehören Hühner, Gänse, eine Katze und zwei Ziegen. „Seine glücklichen Hühner und ein stolzer Hahn wohnen nicht nur in ihrem Stall, sondern gelegentlich stattet das ein oder andere Huhn ihm in seiner Küche oder Wohnstube einen Besuch ab, oder nimmt Platz auf seinem Knie, wenn er bei wärmenden Sonnenschein vor seiner kleinen Hütte sitzt und freundlich grüßend in die Runde blickt“, erzählt Bode.

Es gebe nur zwei Unterschiede, die ihn von dem schwedischen Petterson unterscheiden: „Er hat keine Kuh und keinen so breitkrempigen Hut.“ Natürlich könne jeder Dorfbewohner auch zwischendurch dem Lesestübchen einen Besuch abstatten und sich dort niederlassen, um ungestört zu lesen oder ein Buch auszuleihen. „Es ist immer geöffnet, wenn Helmut vor seiner Hütte sitzt und ein Huhn auf seinen Knien schaukelt“, schmunzelt Bode. · jw

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