Neujahrsempfang im Wachtelhof / Ex-Werder-Geschäftsführer referiert über seinen Job bei der UN

Lemkes Bericht rührt Zuhörer an

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Zwei Afrikakenner: Willi Lemke und Michael Schwekendiek (r.).

Rotenburg - Die Geschäftsführung des Rotenburger Wachtelhofs hatte zum mittlerweile traditionellen Neujahrsempfang mit Willi Lemke einen Gastredner engagiert, der bei den geladenen Gästen aus allen Bereichen der Gesellschaft einen bleibenden Eindruck hinterließ.

Die ehrliche, berührende Art des Sonderberaters für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden für den Generalsekretär der Vereinten Nationen während seines Vortrags „Von Bremen in die Welt“ hinterließ auch bei den Zuhörern Spuren.

Wer auf dem Neujahrsempfang einen knallharten Geschäftsmann und Aufsichtsratvorsitzenden Lemke im Wachtelhof erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Die Gäste erlebten einen einfühlsamen bodenständigen Menschen, der seinen Auftrag sehr ernst nimmt und sich mit Leib und Seele seiner Mission verschrieben hat. „Es ist eine große Ehre und Freude, die Möglichkeiten des Sports für den sozialen Fortschritt zu nutzen und dadurch den Entwicklungs- und Friedenprozess in der Welt voranzutreiben“, erklärte Lemke und berichtete, wie er zu diesem UN-Auftrag gekommen war.

Willi Lemke eingerahmt von den Geschäftsführern des Wachtelhofs Heiko Kehrstephan (l.) und Jörg Höhns.

Seit 2008 sei der ehemalige Manager des SV Werder Bremen in Sachen Sport und Völkerfreunschaft unterwegs. „Ich kann nicht mit einem Mal die Welt verändern, sondern nur ganz kleine Schritte tun.“ In seinem Vortrag zeigte Lemke viele Beispiele seiner Arbeit im Ausland. Unter den vielen Einsätzen war auch ein Erlebnis in Kenia, wo Kinder auf einem Riesenmüllplatz ohne irgendwelche Zukunftsperspektiven lebten. Hier suchte und fand er Möglichkeiten, diesen Menschen zu helfen. Den Tränen nah war Lemke, als er von der kleinen Afrikanerin Aida erzählte. „Diesem Mädchen fehlen beide Beine“, so Lemke. Noch nie sei es in einem Schwimmbad gewesen. Da habe er den ehemaligen Schwimmmeister des Werder-Bades einfliegen lassen. Mit viel Liebe und Engagement habe dieser Mann dem Mädchen das Schwimmen beigebracht und ihr die größte Freude ihres Lebens bereitet. Es folgten noch weitere ergreifende Beispiele, bei denen der Sport mit kleinen Schritten das Leben der Ärmsten der Armen positiv verändert hatte. Die Geschäftsführer des Landhaus Wachtelhof, Jörg Höhns und Heiko Kehrstephan, dankten dem Referenten und stellten zum Abschluss des Empfangs die Angebote und Vorzüge ihres Hotels vor. · go

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