A-Cappella-Formation „Take This“ begeistert vor ausverkauftem Haus

Laute und leise Töne

Drei von sechs der Vokalisten entstammen der Rotenburger Ärztefamilie Henning. ·
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Drei von sechs der Vokalisten entstammen der Rotenburger Ärztefamilie Henning. ·

Scheessel - Sie sind noch besser geworden: „Take This“, die nach eigenem Bekunden „älteste Boygroup“ des Landkreises, ist deutlich gereift. Davon konnten sich am Wochenende die Zuschauer von gleich zwei ausverkauften Konzerten überzeugen. Auch wenn ihre Stimmen nach dem Gig am Freitag vor nahezu frenetischen Hardcore-Fans und beim Neujahrsempfang am Anfang der Woche schon etwas gelitten hatten: Auch am Sonnabend wussten die sechs Hobbysänger im Internatssaal der Eichenschule zu begeistern.

Im Unterschied zum Vorabend waren es neben schwungvollen Coversongs wie „Showtime“ oder „Sentimental Journey“ gerade die leisen Töne, die das Publikum überzeugten. Mehrere Sets mit skandinavischen Volksliedern, mit ungeheurem Gespür für Dynamik und großer Musikalität ohne Mikro präsentiert, sorgten für andächtiges Schweigen.

Natürlich kam – wie sollte es anders sein bei Rampensäuen wie dem Eichenschul-Theaterpädagogen Stephan Anders und dem nicht minder talentierten Gerd Hachmöller – auch die heitere Seite nicht zu kurz. In seiner Anmoderation zum von den Maybebop-Kollegen bekannten Buzzer-Spiel mit Melodienraten ließ Hachmöller die Zuschauer Titelmelodien zu Fernsehserien singen und entwickelte im direkten Dialog geradezu Comedian-Qualitäten. Bereits im ersten Teil hatte sein „Fichtenmoped“, eine urkomische Ode an die Kettensäge, für laute Lacher gesorgt.

Vielleicht machte es gerade die Mischung, die gekonnte Dosierung aus leisen, zuweilen poetischen, manchmal nachdenklichen Tönen wie beim schwedischen Anti-Apartheidslied und schmissigen Nummern – immer wieder die Wise Guys, deren Lieder die sechs ambitionierten Vokalisten schon so lange begleiten und bei deren Gassenhauern wie „Jetzt ist Sommer“ oder „Mädchen lach doch mal“ sie sich offensichtlich wohl fühlten und einer gehörigen Prise Humor, etwa beim vermasselten Rendez-Vous wie in „Aphrodisiakum“. Und das alles, ohne das musikalische Niveau der Darbietung aus dem Auge zu verlieren.

Fast schade, dass das Sextett dieses Mal fast ganz ohne Pannen auskam – war bei den vorigen Shows Situationskomik doch immer ein belebendes Element.

Das Beste kam wie immer ganz zum Schluss: Aus der von Zuschauerseite eingeforderten Hymne „Rotenburg ist korrekt“, ein umgedichtetes Lied wiederum der Wise Guys, blitzte der Wortwitz aus vielen Anspielungen zu den liebenswerten Eigenheiten des Wümmeorts. · hey

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