Mitglieder der Bürgerinitiative Fintel suchen das Gespräch / Kindler zu Gast

Mit Landwirten reden

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Warfen Fragen auf: Hedi Schmidt (v.l.), Sven-Christian Kindeler, Thomas Sietz, Andrea Weyhe, Ute Kreib, Sascha Spies und Elena Spies. ·

Scheessel - FINTEL · Die in Fintel aktive Bürgerinitiative gegen einen Hähnchenmaststall, der sich inzwischen 90 Bürger anschlossen haben, lud zu einem Treffen ein, zu dem sich der Bundestagsabgeordnete der Grünen Sven-Christian Kindler und seine Regionalbüromitarbeiterin Hedi Schmidt gesellten.

Dieser Bürgerinitiative mit Andrea Weyhe und Thomas Sietz als Sprecher schlossen sich Finteler an, die sich gegen den Bau der geplanten Hähnchenmastanlage (39 000 Tiere) wenden. Sie appellieren an die Landwirte Fintels, auf den Bau dieser „industriellen Tierproduktionsstätte“ zu verzichten. Diese stelle für die Anwohner eine Keim- und Geruchsbelastung dar und habe eine fragliche ökonomische Perspektive. Die Landwirtschaft und die Natur würden in hohem Maße belastet, so die Sprecher der Initiative.

Inzwischen sammelten die Mitglieder der Initiative viele Unterschriften und führten Gespräche gegen den geplanten Bau der „Agrarfabrik“, an einem Info-Stand in Fintel stellten sich Mitglieder der Bürgerinitiative zur Verfügung, um auf Fragen der Finteler zu antworten. Sie appellierten an die Leitung des Edeka-Marktes, Produkte aus der Massentierhaltung aus dem Angebot zu nehmen. Das sei gar nicht so einfach, weil es seit langem feste vertragliche Beziehungen gebe, war aber zu hören.

Bundestagsabgeordneter Sven-Christian Kindler, mit seinen 26 Jahren einer der jüngsten Parlamentarier, unterstützte die Finteler, ihren Kampf gegen „Industriealisierung der Landwirtschaft und Agrarfabriken, quälerische Massentierhaltung, für den Tierschutz, den Ökolandbau und die gentechnikfreie Landwirtschaft“ fortzusetzen. Er befürworte das Vorhaben der Bürgerinitiative mit vielen Menschen über dieses Anliegen zu sprechen, um weiteres öffentliches Interesse und Aufmerksamkeit zu gewinnen und junge Menschen ins Boot zu holen.

Sein zweites großes Ziel ist, die Industriegesellschaft sozial und ökologisch zu gestalten. Dazu gehören erneuerbare Energien und Klimaschutztechnologien, Atomausstieg, ökologische Finanzreform und Verhinderung neuer Kohlekraftwerke. Die Mitglieder der Bürgerinitiative Fintel wollen mit Landwirten ihres Ortes sprechen. Vor allem sollen diese zu Wort kommen, um Gründe und Hintergründe besser kennen zu lernen und zu verstehen.

Es ist geplant, einen Ausflug zu einem ökologischen Hühnerhof zu unternehmen, um besser beurteilen zu können, was machbar wäre. Die Aktivisten wollen sich zusammensetzen, um hieb- und stichfest ihre Gründe und Einwände gegen die geplante Hähnchenmastanlage in Fintel zu fixieren. · hr

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