Metropolregion Hamburg startet Testbetrieb mit ELektroautos

Landkreis fährt auf Strom ab

Dr. Torsten Lühring (l.) nahm am Donnerstag „sein“ Elektro-Auto in Hamburg entgegen.
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Dr. Torsten Lühring (l.) nahm am Donnerstag „sein“ Elektro-Auto in Hamburg entgegen.

Kreis Rotenburg - „Die Metropolregion wird elektro-mobil“, heißt es in einer Pressemitteilung anlässlich der Übergabe von 16 Elekro-Autos an die Bürgermeister und Kreisräte aus 14 Kreisen, Landkreisen und Städten der Metropolregion. Vom Landkreis Rotenburg ist der Erste Kreisrat Dr. Torsten Lühring am Donnerstag nach Hamburg gereist, um sich „seinen“ auf Batteriebetrieb umgebauten Fiat 500 mit einer Motorleistung von 20 kW abzuholen. Der Wagen erreicht eine Geschwindigkeit von 105 Kilometern pro Stunde und hat einer Reichweite von rund 100 Kilometern.

Damit startet der Feldtest zur Erprobung der Fahrzeuge außerhalb des großstätischen Raumes, heißt es weiter, um erste Erfahrungen zu sammeln und Wissen für den Aufbau der nötigen Lade-Infrastruktur aufzubauen. Das Testgebiet in der Metropolregion reicht demnach von Cuxhaven, über Rotenburg, Uelzen und den Heidekreis bis nach Harburg und Lüneburg im Süden sowie von Nordwestmecklenburg über Neumünster bis nach Pinneberg. Von den 16 Elektroautos gehen neun Fahrzeuge nach Niedersachsen, fünf nach Schleswig-Holstein und eins nach Mecklenburg-Vorpommern. Ein Elektroauto wird durch die Geschäftsstelle der Metropolregion selbst genutzt.

„Mit diesem Test stellt sich die Metropolregion Hamburg der anspruchsvollen Herausforderung, Elektrofahrzeuge auch in Regionen mit noch geringer Ladeinfrastruktur und zum Teil großen Wegstrecken zu etablieren“, heißt es weiter. Ziel sei es, den Fuhrpark der Verwaltungen zukunftsorientiert aufzustellen.

Als eine von acht deutschen Modellregionen habe Hamburg die erste Ausbaustufe der Elektromobilität im Rahmen der Modellregion Elektromobilität realisiert. Alle Projekte sind umgesetzt. Sie umfasst demnach die Erprobung von 353 unterschiedlichen batteriebetriebenen Fahrzeugen. Der Bund habe die Fahrzeugerprobung, den Aufbau von Ladeinfrastruktur sowie die Entwicklung und Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte mit einer Summe von knapp 8,3 Millionen Euro unterstützt.

Die Fahrzeuge werden geleast. Der Anschaffungspreis sei derzeit noch doppelt so hoch wie bei einem serienmäßigen Fiat 500. Jedoch verbrauche das Elektroauto im Stadtverkehr nur 13,2 Kilowattstunden pro 100 Kilometern, was mit nur 2,77 Euro zu Buche schlage. Und weil im Preis Wartung und Reparaturen enthalten seien und die Versicherung nur 35 Euro monatlich koste, fahre das Elektroauto wesentlich günstiger. Geladen werden können die Fahrzeuge an Ladesäulen, Stromboxen oder herkömmlichen Hausanschlüssen.

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