Rotenburger Arbeitslosenquote steigt leicht auf 4,1 Prozent

Kurzarbeit vielfach beendet

Die Agentur für Arbeit meldet einen nur leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit für den Landkreis. Foto: Menker
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Die Agentur für Arbeit meldet einen nur leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit für den Landkreis.

Rotenburg – Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Rotenburg ist im Mai um 216 auf nun 3 808 angestiegen. Damit wuchs die Arbeitslosenquote von 3,9 auf 4,1 Prozent an. Das teilt die Agentur für Arbeit Stade für ihren Bezirk mit, dem neben dem Landkreis Rotenburg auch die Landkreise Stade und Cuxhaven angehören. Cuxhaven meldet eine Quote von sechs, Stade eine von 5,9 Prozent. Oliver Lemke, Leiter der Rotenburger Agentur-Geschäftsstelle: „Wir haben bei uns im Landkreis eine ausgeglichene Wirtschaftsstruktur und sind daher nicht von wenigen ganz großen Arbeitgebern abhängig – das macht sich dann auch in einer solchen Krise bemerkbar.“

Der Blick der Arbeitsmarktexperten richtet sich allerdings nicht nur auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit, denn in der Corona-Krise spielt vor allem auch die Kurzarbeit als Mittel zur Vermeidung von Entlassungen eine ganz wesentliche Rolle. Im April waren im Landkreis Rotenburg 16 631 Frauen und Männer in Kurzarbeit, bis Ende Mai sank diese Zahl auf 1 164. Am stärksten betroffen von der Kurzarbeit waren der Handel, das verarbeitende Gewerbe, das Gastgewerbe sowie der Gesundheitsbereich, sagt Oliver Lemke in einem Gespräch mit der Kreiszeitung. Er sei sehr froh darüber, dass die Kurzarbeit so sehr zurückgegangen und unter dem Strich ein Plus von „nur“ 216 Arbeitslosen dabei herausgekommen sei. Und: „Auch die Nachfrage nach Mitarbeitern steigt wieder leicht an.“ Man befinde sich im Landkreis Rotenburg insgesamt auf einem niedrigen Niveau, zum Schimpfen gebe es keinen großen Anlass, auch wenn die Arbeitslosenquote mit 3,5 Prozent vor einem Jahr deutlich geringer gewesen sein.

Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger ist im Mai erneut gestiegen; 60 weitere Personen hat das Jobcenter des Landkreises erfasst, so dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen insgesamt bei 2 018 Personen liege. Im Landkreis zeigten sich damit die Folgen der Pandemie, die Zahlen hätten sich hier allerdings nur leicht erhöht. Das teilt Jobcenter-Chef Gregor Stein mit. Ein nicht unerheblicher Teil der neuen Kunden erkläre sich mit Solo-Selbstständigen, die ohne Aufträge dastanden sowie mit Kurzarbeitern, die aufstocken mussten.

Stein und Lemke erwähnen in diesem Zusammenhang ihre gemeinsame Hoffnung, dass die Betriebe im Landkreis auch in diesem Jahr wieder Auszubildende einstellen. Denn: „Es sind vielfach Zweifel zu vernehmen“, so Stein. Entsprechenden Signalen begegne man nun damit, die Betriebe zu bestärken, damit sie ausbilden. Denn sie selbst und natürlich auch die jungen Menschen profitierten gleichermaßen davon. Schließlich sei das Problem Fachkräftemangel keineswegs vom Tisch, sagt Lemke.

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