Nähstube im Kaufhaus Rotenburg / Produkte mit eigenem Label im Angebot

Kreative Frauen schneidern an ihrer beruflichen Zukunft

Manfred Kröger, Anna Cisakowski und Norma Burfeind-Hinck (r.) freuen sich darüber, dass sich der Karo-Ableger Mikaro inzwischen so prächtig entwickelt hat. ·
+
Manfred Kröger, Anna Cisakowski und Norma Burfeind-Hinck (r.) freuen sich darüber, dass sich der Karo-Ableger Mikaro inzwischen so prächtig entwickelt hat. ·

Rotenburg - Das Mikaro an der Goethestraße gibt es inzwischen seit mehr als anderthalb Jahren. In der ersten Phase war es gar nicht so einfach, mit dem Erlös aus dem Verkauf von gebrauchter Kleidung zumindest die Miete für das Ladenlokal zu bezahlen. Das hat sich mittlerweile geändert – aber eben nicht nur das, wie Manfred Kröger, Leiter des Kaufhauses Rotenburg (Karo), und die Sozialpädagogin Norma Burfeind-Hinck gestern in einem Gespräch mit der Presse mehr als glücklich berichteten.

Denn das Team im Mikaro – vier Frauen aus dem mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfond geförderten Karo-Projekt für Langzeitarbeitslose sowie zurzeit vier ehrenamtlich tätige Damen – bereitet nicht mehr nur gespendete Kleidung auf und verkauft sie. „Es fallen immer wieder Kleidungsstücke an, die wir nicht mehr anbieten können. Dennoch beinhalten sie in Teilen Stoffe, aus denen sich etwas machen lässt“, erklärte Norma Burfeind-Hinck. Und so stellte das Karo eine Schneiderin ein, unter deren fachlicher Leitung ein neues Projekt entstand. Anna Cisakowski ist Schneiderin und leitet die Teilnehmerinnen an. Mehr noch: Sie entwickelten mit ihnen ein eigenes Label, unter dem die selbst gefertigten Produkte im Mikaro angeboten werden. Kissenbezüge oder Eierwärmer und bald auch noch Taschen – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Kröger, Burfeind-Hinck und auch Cisakowski bescheinigen den Teilnehmerinnen nicht nur ein großes Engagement, sondern auch eine große Bereitschaft, mehr und mehr Eigenverantwortung zu übernehmen. Damit erfülle sich die Hoffnung, dass der kleine, sehr überschaubare Rahmen des Mikaro gute Voraussetzungen für die Frauen schafft, neues Selbstvertrauen zu entwickeln und sich in die erforderlichen Prozesse zu integrieren. Eine zusätzliche finanzielle Motivation gibt es für sie nicht – sie wurden vom Job-Center mit dem Ziel in die Maßnahme Karo vermittelt, sie für den ersten Arbeitsmarkt zu qualifizieren, und erhalten genauso viel Geld, wie schon zuvor. Und das funktioniert: Die Teilnehmerinnen sind nicht nur pünktlich, sondern auch zuverlässig und freundlich. „Ja, sie blühen hier richtig auf“, freuen sich die Verantwortlichen. Schließlich lebe eine solche Maßnahme vom Engagement und von der Kreativität. Das herauszukitzeln und zu fördern, sei die Aufgabe von Anna Cisakowski.

Um den Ablauf im Mikaro auf noch sicherere Beine zu stellen, würde sich das Team übrigens über weitere ehrenamtliche Mitarbeiter freuen, die kleine Schichten im Laden übernehmen. Infos dazu gibt es unter 04261 / 8400860. · men

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Was Rotenburg aus guten Vorsätzen macht

Was Rotenburg aus guten Vorsätzen macht

Was Rotenburg aus guten Vorsätzen macht
Freie Bahn für die Wümme

Freie Bahn für die Wümme

Freie Bahn für die Wümme
Sottrumer Ehepaar auf dem Weg zum Jagdschein

Sottrumer Ehepaar auf dem Weg zum Jagdschein

Sottrumer Ehepaar auf dem Weg zum Jagdschein
Was traut man uns noch zu?

Was traut man uns noch zu?

Was traut man uns noch zu?

Kommentare