Ökostrom-Zertifizierung: TÜV nimmt Stadtwerke Rotenburg unter die Lupe

Lob für Weg zum Klimaschutz

Stehen in der ersten Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Rotenburger Stadtwerke und freuen sich über das Ökostrom-Zertifikat: Hermann Dodenhof, kaufmännischer Leiter (v.l.), TÜV-Mann Holger Hoffmann, Geschäftsführer Reinhard David und Hans-Joachim Boschen, Leiter Marketing und Tarifkundenvertrieb. ·
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Stehen in der ersten Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Rotenburger Stadtwerke und freuen sich über das Ökostrom-Zertifikat: Hermann Dodenhof, kaufmännischer Leiter (v.l.), TÜV-Mann Holger Hoffmann, Geschäftsführer Reinhard David und Hans-Joachim Boschen, Leiter Marketing und Tarifkundenvertrieb. ·

Rotenburg - Holger Hoffmann wählte eine kleine Inszenierung: Der Leiter des Fachbereichs Umwelt- und Klimaschutz der TÜV Nord Cert GmbH legte sich sein Manuskript zurecht, holte tief Luft und legte los. „Die eigentliche Anerkennung gebührt dem von Ihnen eingeschlagenen Weg zum Klimaschutz“, sagte Hoffmann. Adressat war die Führungsmannschaft der Stadtwerke Rotenburg. Anlass dazu war die Übergabe einer Urkunde in Sachen Ökostrom.

Mit Beginn des Monats hat der kommunale Energieversorger nicht nur seine unterschiedlichen Tarife aufgeräumt, sondern ließ sich im Zuge dieser Strukturreform vom TÜV auch noch freiwillig in die Karten schauen – und das erfolgreich, denn seit gestern ist es offiziell: Die Stadtwerke haben ein Qualitätssiegel in Sachen Ökostrom.

Für die Kunden heißt das, dass sie sich nach Angaben des Unternehmens sicher sein können, dass der Strom wirklich aus regenerativen Quellen wie der Wind- oder Wasserkraft kommt. Außerdem fördern diejenigen, die sich dafür entscheiden, entsprechende regionale Projekte. Der Einzugsbereich dafür reicht von Rotenburg bis Visselhövede und Scheeßel, ließ Hans-Joachim Boschen, Leiter des Bereichs Marketing und Tarifkundenvertrieb, wissen.

Wer sich in Zukunft für einen der beiden Ökostrom-Tarife „SR Natur“ oder „SR Natur plus“ entscheidet, zahlt jeweils einen beziehungsweise 2,5 Cent in die Kasse, aus der die Projekte bezahlt werden sollen. Das was zuerst gebaut werde, sei eine Photovoltaik-Anlage; entweder auf dem Dach eines der eigenen Stadtwerke-Gebäude oder einer anderen öffentlichen Einrichtung, erläuterte Geschäftsführer Reinhard David. Damit sei gesichert, dass in den kommenden 20 Jahren sauberer Strom in den Häusern der Kunden ankomme. Mit der Zertifizierung möchten die Stadtwerke das neue Angebot nach den Worten von Boschen auf „stabile Beine stellen“.

Deshalb haben sich die Rotenburger von dem TÜV Nord nicht nur in Bilanzen und Buchhaltung schauen lassen. Auch die Mitarbeiter standen Rede und Antwort. Das allerdings, so TÜV-Verantwortlicher Hoffmann, sei bereits der zweite Schritt gewesen. Zuerst stehe eine Vorprüfung an, „ob das Unternehmen überhaupt zertifizierfähig ist“.

Nach dem Studieren der Geschäftsunterlagen geht es als Schritt drei des Prozesses an die Bewertung. Schritt vier, meinte Hoffmann mit einem Schmunzeln, sei die Übergabe der Auszeichnung. David, Boschen und Hermann Dodenhof, kaufmännsicher Leiter der Stadtwerke, betonten unisono, dass die Zertifizierung ein freiwilliger Akt sei. Hoffmann schlug in die selbe Kerbe: „Es gibt keine Auflagen.“ Letzterer verwies in diesem Zusammenhang auf die schwarzen Schafe der Branche, für die der Verkauf von Ökostrom häufig nicht mehr als ein Werbegag sei. · ubu

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