Kneipp-Tretbecken vor dem Verfall gerettet / BNVHS leistet ganze Arbeit

Kleine Wellness-Oase in der Wriethreith

Und hoch das Bein: Gerda Thiem, Richard Thiem, Bernhard Haug, Ingrid Schierholz und Joachim Schierholz (v.l.) im neu gestalteten Tretbecken, während Gerd Klatte (hinten) für Sauberkeit sorgt. ·

Visselhoevede - Von Jens WietersVISSELHÖVEDE · Es sieht zwar eigentümlich aus, wenn die Kneippianer so durch das eiskalte Wasser staksen, aber es „ist richtig gut für den Kreislauf“, sagt Bernhard Haug, Vorsitzender des Visselhöveder Kneipp-Vereins.

Dass die gesundheitsbewussten Visselhöveder überhaupt jemals wieder das Becken in der Wriet-reith nutzen können, daran hatten sie zuletzt nicht mal mehr im Traum gedacht. Aber zum Glück gibt es ja das Bildungswerk Niedersächsicher Volkshochschulen, kurz BNVHS. Seit einigen Jahren läuft die Qualifizierungsmaßnahme für Langzeitarbeitslose auch in Visselhövede. Und die Männer und Frauen haben das Becken wieder hübsch und vor allem funktionell hergerichtet.

„Dafür kann man nur dreimal Danke sagen“, so Bernhard Haug, der mit seinen Mitgliedern so lediglich für das Material sorgen musste. „Wir haben Lärche als Holzeinfassung genommen. Die ist zwar ein wenig teurer, aber hält dafür auch wesentlich länger“, erklärt Haug.

Und genau das war in den vergangenen Jahren das Grundübel in der idyllischen Wrietreith, die ja bekanntlich nicht nur von Kneippianern und von Spaziergängern besucht wird – in dem Naherholungsgebiet sind auch viele Jugendliche unterwegs. Klar, dass das Zusammentreffen nicht immer konfliktfrei ablief. „Wir mussten regelmäßig Scherben aus dem Becken fischen, bevor wir es nutzen konnten“, beklagt beispielsweise Ingrid Schierholz.

Irgendwann hatten es die Kneippianer aufgegeben, gegen Zerstörung und kaputte Flaschen anzukämpfen, und die Anlage rund um das Tretbecken zerfiel nach und nach. „Jetzt hoffen wir, dass es in den nächsten Jahren oft in Gebrauch ist“, sagt Bernhard Haug. Seine Vereinsmitglieder nutzen teilweise dreimal in der Woche das Becken. „Auf jeden Fall immer nach dem Walken“, so Gerda und Richard Thiem.

Die Kneippianer danken vor allem Gerd Klatte, dem heimlichen Chef der Wrietreith, der bereits seit vielen Jahrzehnten für Ordnung und Sauberkeit sorgt. Manchmal gleiche diese Arbeit zwar einem Kampf gegen Windmühlen, „aber sonst macht es ja niemand“, sagt Klatte. Alle Kneippianer hoffen, dass vielleicht auch den Jugendlichen das Wassertreten gefällt.

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