Land will Förderung streichen / EigenArt-Chef Struck: „Ein herber Verlust“

Kino unterm Sternenhimmel steht vor dem Aus

Visselhoevede - VISSELHÖVEDE · Jedes Jahr im Sommer treffen sich Kinofans aus Visselhövede und umzu auf dem Freigelände am Heimathaus, um herzhaft zu lachen, eine kleine Träne wegzuwischen oder grübelnd die Stirn in Falten zu ziehen. Denn Kino unterm Sternenhimmel ist ein fester Bestandteil des Programms des Kulturvereins EigenArt. Jetzt droht allerdings das Aus für Komödien, Dramen oder Krimis.

Wie Ralf Struck, Vorsitzender des Kulturvereins, mitteilt, habe ihn „die Schreckensnachricht“ erreicht, dass das Mobile Kino Niedersachsen vor dem finanziellen Aus stehe.

„Das sind die Leute, mit denen wir seit vielen Jahren zusammenarbeiten und gemeinsam unser Open-Air-Kino durchführen. Das Mobile Kino Niedersachsen organisiert für uns die Film-Vorführrechte, stellt die gesamte Vorführtechnik und führt die Projektion durch. Wir könnten keinen dieser Punkte allein bewältigen“, stellt Struck klar. Für den Verein EigenArt wäre das ein herber Verlust, denn über die Jahre seien den Visselhövedern die Kollegen aus Oldenburg „ans Herz gewachsen“.

Ohne sie sei die Durchführung des Kinovergnügens unter freiem Himmel nicht möglich. Struck unterstreicht: „Wir müssten diesen Programmpunkt ersatzlos aus unserem Programm streichen. Nicht nur für uns als Verein sondern auch für unser Publikum wäre das sehr sehr schade. Wieder wäre ein Punkt des Kulturangebotes auf dem platten Land weg.“ Struck appelliert in diesem Zusammenhang an „alle Filmfreunde, die Landespolitiker wachzurütteln“.

Kurz vor dem 20-jährigen Bestehen 2012 habe das Mobile Kino Niedersachsen erfahren, dass das Land für das kommende Jahr keinen Zuschuss geben wird, heißt es in einer Mitteilung der der LAG „Jugend & Film Niedersachsen“.

Noch im Oktober sei das Mobile Kino als ein wichtiger Meilenstein der niedersächsischen Medienkompetenzvermittlung vorgestellt worden. Das Mobile Kino sei ein überaus erfolgreiches Projekt, das die Kinokultur im ländlichen Raum des Flächenlandes nachhaltig fördere.

Es zeige die Filme ausschließlich in kinolosen Orten und leiste nach eigener Aussage damit einen „wichtigen Beitrag zur Kulturarbeit auf dem Land“.

Die Förderung des Mobilen Kinos durch das Land Niedersachsen sei in den vergangenen Jahren von 100 000 Euro auf nur 60000 in diesem Jahr gekürzt worden, heißt es in der Stellungnahme. Dabei spielten die vier Mitarbeiter bereits mehr als 50 Prozent der notwendigen Mittel selber ein. „Das ist für ein Projekt der Kinder- und Jugendkulturarbeit ein sehr hoher Eigenanteil.“

Sollte es bei der Streichung der Fördermittel bleiben, müsse damit ein langjähriges und erfolgreiches Projekt von einem auf den anderen Tag eingestellt werden und die Arbeitsplätze gingen verloren. · jw

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