Julian Böhme mit der Hammer-Wette

Lauenbrücker wird bei „Wetten, dass...“ Wettkönig

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Komiker Oliver Pocher, Moderator Markus Lanz und Julian Böhme (Hammerwette) Baumann/ ZDF/dpa)

Lauenbrück / Wien - von Ulla Heyne. Fünf Jahre hatte er an seiner Wette gefeilt – am Sonnabend ist für Julian Böhme aus Lauenbrück ein Traum in Erfüllung gegangen.

Bei der „Wetten dass“-Sendung in Wien gewann er nicht nur seine Hammer-Wette, in der er während des Jonglierens in zwei Minuten 15 Nägel einschlug. (Zum Vergleich: Wettpate Oliver Pocher brachte es in fünf Schlägen mit dem drei Kilogramm schweren Werkzeug nicht mal auf einen). Nein, der sympathische Familienvater wurde per Telefon-Abstimmung mit 61 Prozent auch noch mit klarem Vorsprung zum Wettkönig gewählt.

„Wie auf dem Mond“ fühlt sich der 38-Jährige nach der Sendung, als er unserer Zeitung am Telefon von der Sendung berichtet. Das ist kurz nach Mitternacht, kurz bevor der Bus die Kandidaten und Gäste zur Aftershow-Party bringt.

Mit Oliver Pocher, seinem Wettpaten, hat er sich verabredet. „Ein cooler Typ, der an sich glaubt und nicht groß darum schert, was andere von ihm denken“, sagt er anerkennend. „Bis vor kurzem hat der mir gar nicht so gut gefallen.“ Und mit Gastgeber Markus Lanz, der von ihm Jonglieren lernen will. Den hat Böhme „in den letzten Tagen richtig ins Herz geschlossen.“ Nicht nur beim Schnack bei den Proben – „auch während der Sendung haben wir immer wieder Blickkontakt gehabt und uns connected“, erinnert sich der frisch gebackene Wettkönig.

Von der Sendung hat er gar nicht so viel mitbekommen – nicht, dass Lanz bei der Ankündigung seiner Wette meinte, bei den Proben habe es selten geklappt. „Ich hab mich auf dem Sofa auf mein Ding konzentriert“, meint er. Vorher einjongliert, bis die Schweißperlen kamen und ich richtig schön warm war. Und gegen die Nervosität eine Meditation gemacht.

Sie schien geholfen zu haben: „Als ich die Showtreppe runterkam und merkte, wie positiv das Publikum drauf ist, dachte ich: Lass mich eine dreiviertel Stunde hier Show machen und der Saal rockt!“ Dabei hatte die Sendung reichlich ungewöhnlich angefangen: Kein Applaus für den smarten Entertainer Lanz, statt dessen Totenstille. Der Gag: Passend zur folgenden Saalwette brachte erst Cindy aus Marzahn die Massen mit einem Harlem Shake zum Jubeln.

Für Böhme, der es im Nachhinein nicht schade findet, gleich als erster dran zu sein, sah es zu Anfang nicht gerade gut aus: Nachdem er etwa die Hälfte der Nägel versenkte hatte, fiel ein Hammer – wertvolle Zeit, die so verloren ging. Was die rund sieben Millionen Zuschauer an den Bildschirmen nicht sahen: „Mir waren Lanz und Pocher einfach zu dicht gekommen. Ich hab immer gerufen: ‚Weg, weg‘ – schließlich wollte ich dem Lanz ja keine drei Kilo Eisen um die Ohren hauen. Aber er hat wohl verstanden, dass er mir die verbleibende Zeit sagen sollte und ist immer näher rangekommen!“

 Böhme blieb ruhig – „obwohl ich megamäßig nervös war.“ Trotz erheblicher physischer Anspannung, die bei jedem Schlag im lauten Ausruf „Ja!“ entlud, schien er die gesamten zwei Minuten lang zu grinsen.

Wie das geht, trotz Lampenfieber des Lebens im Nacken? Ich habe vorher fast Stunde lang meditiert und so Dankbarkeit in meinen Körper gepumpt. Danach wusste ich: „Du kannst das schaffen“, meint der Positivdenker.

So war „Wetten, dass..?“ in Wien

Wetten, dass..? Wien
Bei seiner sechsten „Wetten, dass..?“-Ausgabe ging es für Moderator Markus Lanz nach Wien. Wieder an seiner Seite: Assistentin Cindy aus Marzahn. © dpa
Wetten, dass..? Wien
Mirjam Weichselbraun präsentierte die Außenwette. © dpa
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Schauspielerin Anna Loos sprach über ihre neue Karriere als Sängerin (hier neben Schauspieler Peter Weck). © dpa
Wetten, dass..? Wien
Für Begeisterung sorgte die Kinderwette. © dpa
Wetten, dass..? Wien
Der achtjährige Vincent schaffte es, zehn Mal über einen Tisch zu klettern und unter ihm hindurchzukriechen, ohne dabei den Boden zu berühren. © dpa
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Moderator Lanz, der gern mal mit gutem Beispiel vorangeht, schaffte dieses Kunststück nicht ein Mal. © dpa
Wetten, dass..? Wien
Kandidat Julian Böhme musste bei seiner Wette 15 Luftballons zum Platzen bringen, indem er mit drei Holzhammern jonglierend Nägel in eine Latte einschlug, an der die Ballons befestigt waren. Er wurde später zum Wettkönig. © dpa
Wetten, dass..? Wien
Markus Lanz und Oliver Pocher staunen über die Wette. © dpa
Wetten, dass..? Wien
Für Oliver Pocher hieß es: "Antreten zum Po-Ballern.". © dpa
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Er musste sich nach verlorener Wette in einem hautengen Overall mit Deutschland-Farben rückwärts in ein Fußballtor stellen. © dpa
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Drei Fußballer aus dem Publikum feuerten daraufhin Schüsse auf ihn ab. © dpa
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Sänger Michael Bublé meinte: "Das ist eine seltsame Show". © dpa
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Cindy kurvte Rapper 50Cent durch die Wiener Stadthalle. © dpa
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Heiner Lauterbach und Ehefrau Viktoria. © dpa
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Heiner Lauterbach musste später auf einer fahrbaren Kloschüssel gegen seine Ehefrau ein Rennen fahren. © dpa
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Bei der Außenwette musste Kandidat Jörg Söhner Reifen an ihrem Abrieb-Geruch erkennen. © dpa
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Die österreichische Kommentatorin Mirjam Weichselbraun lästerte angesichts der qualmenden Reifen: „Das riecht wie bei "Lanz kocht"!“ © dpa
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Die Wette ging schief. © dpa
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Zum Ende der Show schaffte Markus Lanz noch ein süße Landung... . © dpa
Wetten, dass..? Wien
Der Südtiroler musste ein Bad in einer Sachertorten-Schokoladenmasse nehmen. Der 43-Jährige hatte zuvor die Stadtwette gegen die Wiener verloren © dpa

Der kanadische Schmusesänger Michael Bubblé meinte: „Der schafft das – „He´s like a giant!“ Pocher, der sich gleich zu Anfang mit despektierlichen Bemerkungen über das Wiener Publikum ungeliebt gemacht hatte, setzte gegen ihn - und wurde mit Torschüssen auf den Allerwertesten abgestraft.

Bei allem Hang zur Esoterik bleibt Böhme erstaunlich pragmatisch: „Gerade fällt die Anspannung eines halben Jahres ab– und jetzt kann ich endlich meine Auffahrt pflastern!“ Schon gleich nach der gewonnenen Wette hatte er vor laufender Kamera zugegeben: „2900 Nägel hab ich eingehauen – ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist.“ (hey)

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