Anlage an Eichenstraße wächst zu / Aktion startet / Was geschieht mit dem JiV?

Jugendliche werden aktiv: „Rettet die BMX-Bahn“

Die Jugendlichen wollen die BMX-Bahn an der Visselhöveder Eichenstraße jetzt in Eigenregie aufmöbeln. ·

Visselhoevede - Von Jens WietersVISSELHÖVEDE · „Wir machen uns die Reifen kaputt, und wenn wir Pech haben, fallen wir sogar in die Pfützen“, sagen Benjamin Deers (14) und Daniel Halamuda (13). Sie und weitere Fans des BMX-Sports wollen jetzt die Bahn an der Visselhöveder Eichenstraße wieder aufpeppen. Dazu starten sie die Aktion „Rettet die BMX-Bahn“ und hoffen dabei auf Hilfe und Unterstützung der Visselhöveder Einwohner und Unternehmer.

Mit viel Aufwand, Maschinenkraft und auch mit Geld von der Stadt wurde die BMX-Bahn direkt neben der Skateranlage vor zwei Jahren liebevoll hergerichtet. Es wurde sogar ein großer BMX-Contest mit semiprofessionellen Fahrern veranstaltet. Aber seit der Zeit ist viel Gras und mehr über die Sache gewachsen – leider auch über die Bahn. Und das will jetzt eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen ändern. „Wir wollen die Strecke wieder aufmöbeln, damit man sie nutzen kann. Dafür brauchen wir allerdings Hilfe und Unterstützung“, starten die Berg-und-Tal-Radfahrer die Aktion.

Die jungen Radfahrer waren schon beim Bauamt vorstellig und baten um Hilfe. „Wir haben die Wünsche nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern auch unsere Unterstützung angeboten“, so Bauamtsleiter Bernd Dittmers. Auch im Rathaus sei man „enttäuscht und traurig“, dass die Bahn nicht frequentiert werde und langsam zuwachse, schließlich seien einige Tausender aus dem städtischen Portmonee in die Anlage geflossen. „Aber es ist nicht unser Projekt, sondern die Bahn hat der Jugendförderverein unter seinen Fittichen“, sagt Dittmers.

„Das stimmt“, betont André Woltschenko, Vorsitzender der Vereins. „Aber in den vergangenen Monaten war die Resonanz gleich null.“ Das heißt: Niemand fuhr auf der Bahn, niemand fragte nach und folglich kümmerte sich auch niemand darum.

BMX-Profi Sören Jacobs aus Hertel, der den Jugendförderverein (JiV) zu Beginn noch unterstützt hatte, sei aus familiären Gründen nach Hamburg gezogen, so Woltschenko, sodass auch dieser Eckpfeiler weggebrochen sei. „Und von den Jugendlichen hat sich keiner bei unseren JiV-Treffen blicken lassen“, kritisiert Woltschenko, der für die Zukunft des JiV „keine Chancen sieht“.

Dass es überhaupt einen Jugendförderverein in Visselhövede gibt, wussten Benjamin Deers und Daniel Halamuda bis gestern nicht. Jetzt wollen sie auch mit dem Verein Kontakt aufnehmen.

Vorher legen sie aber selber Hand an und beginnen, die ersten Steine und Disteln auszugraben. Wer die Gruppe unterstützen will, kann unter bennibuny13@live.de per E-Mail seine Hilfe anbieten.

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