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Eltern und Erzieherinnen im Kinderladen Stuckenborstel blicken auf eine 15-jährige Erfolgsgeschichte zurück. ·

Stuckenborstel - Von Mareike Bannasch. „Wir haben hier ein sehr familiäre Atmosphäre, das ist wirklich toll“, erzählt Andreas Born.

Er unterstützt momentan seine Frau Sabine Schäfer bei der Vorstandsarbeit für den Stuckenborsteler Kinderladen. Die kleine Kinderkrippe entstand vor 15 Jahren aus einer Elterninitiative – und die Erwachsenen spielen neben den Jungen und Mädchen auch heute noch eine wichtige Rolle.

„Gegründet wurde der Kinderladen von Studenten der Hochschule in Ottersberg. Die sind damals mit dem Angebot offene Türen eingerannt. So etwas gab es bis dahin noch gar nicht“, schildert Marina Schilling, Mitglied des Elternvereins und Mutter einer kleinen Besucherin der Einrichtung. Diese bietet Betreuungsplätze für Kinder zwischen sechs Monaten und drei Jahren an. „Eigentlich sind die Jungen und Mädchen aber um die 15 Monate alt wenn sie hierher kommen“, berichtet Born.

Besonderen Wert legen die Eltern, die gemeinsam die Geschicke der Krippe lenken, darauf, dass die Gruppe nicht zu groß wird – bei zehn, im Sonderfall elf, Plätzen ist Schluss. „So können die Betreuerinnen besser auf die Kinder und ihre Bedürfnisse eingehen“, weiß Marina Schilling. Momentan sind acht Jungen und Mädchen angemeldet, die sowohl aus der Samtgemeinde Sottrum als auch Ottersberg stammen. Um diese kümmern sich die Kinderpflegerinnen Kathrin Henze und Marion Brücher. Eine Besetzung, die sich allerdings im April ändert. Dann stößt mit Johanna Schlusnus eine Erzieherin zum Team. „Wir versuchen grundsätzlich, eine Erzieherin zu haben“, betont Schilling.

An der Auswahl der Mitarbeiterinnen sind übrigens alle Eltern beteiligt. Genauso wie an den Mahlzeiten für die Jungen und Mädchen. So bereiten die Erwachsenen immer im Wechsel Frühstück und Mittagessen zu – streng biologisch und ganz ohne Fleisch. Und auch sonst achten die Erzieherinnen genau auf die Gesundheit ihrer Schützlinge. So sind die Kleinen bei Wind und Wetter mit ihrem gelben Bus in Stuckenborstel unterwegs. Und donnerstags wartet ein besonderer Höhepunkt auf die Gruppe: Sport in der Turnhalle. „Da freuen sich die Kinder immer sehr drauf“, erzählt Kathrin Henze.

Neben den Mahlzeiten kümmern sich die Eltern übrigens auch um Reparaturen, Anschaffungen und den monatlichen Großputz. „Wir treffen uns alle sechs bis acht Wochen, um anliegende Dinge zu besprechen“, sagt Andreas Born, der bereits das zweite Kind in der Krippe untergebracht hat. Er ist nicht der einzige „Wiederholungstäter“ unter den Vereinsmitgliedern, die mitunter weite Weg auf sich nehmen. „Wir hatten sogar schon ein Paar aus Oberneuland, das sein Kind hier angemeldet hat“, schildert Born. Neben der besonderen Atmosphäre ist sicher für einige Eltern auch der monatliche Beitrag attraktiv. Er liegt bei 170 Euro – egal wie hoch das Einkommen ist.

Dafür bekommen nicht nur die Kinder jede Menge Aufmerksamkeit, sondern ihre Eltern auch die Möglichkeit, sich zu engagieren. Ein Gesamtpaket, das anspricht, wie 15 Jahre Kinderladen mehr als deutlich zeigen.

Momentan sind noch Plätze in der Kinderkrippe in Stuckenborstel frei. Nähere Informationen gibt es während der Betreuungszeiten unter Telefon 04264 / 370025.

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