Jahreshauptversammlung des Nabu Rotenburg im Heimathaus / Jürgen Hicke geehrt

Ehrenmitgliedschaft als Dankeschön

Roland Meyer (l.) gratuliert Jürgen Hicke zur Ehrenmitgliedschaft im Nabu Rotenburg-
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Roland Meyer (l.) gratuliert Jürgen Hicke zur Ehrenmitgliedschaft im Nabu Rotenburg-

Rotenburg - Eine ganz besondere Auszeichnung hat Jürgen Hicke während der Jahreshauptversammlung des Nabu Rotenburg im Heimathaus erhalten: Die Mitglieder stimmten seiner Ernennung als Ehrenmitglied zu. Obwohl Hicke inzwischen sein Domizil nach Schleswig-Holstein verlegt hat und dort aktiv für den Nabu tätig ist, bleibt der ehemalige Vorsitzende den Rotenburger Naturschützern als Mitglied erhalten. Das hätten die Satzungen sonst nicht zugelassen, erklärte Roland Meyer, der Blumen und Urkunde überreichte.

Darüber hinaus entschied eine große Mehrheit der Versammlung, dass sich Rotenburg an der Gründung einer Nabu-Regionalgeschäftsstelle Elbe-Weser beteiligen soll.

Der Vorstand hatte aber noch einiges mehr auf dem Zettel. „Wir haben Exkursionen, Vorträge und Seminare organisiert und durchgeführt", blickte Meyer zurück. Der Verein habe sich zudem an Kinderferienprogrammen und Waldjugendspielen beteiligt. Außerdem sei das Projekt „Wege zur Artenvielfalt“ mit einem Naturführer abgeschlossen worden. Zudem habe der Nabu Rotenburg den Mitmach- und Erlebnisgarten am Hartmannshof im Mai eröffnet. Dieses Gemeinschaftsprojekt mit den Rotenburger Werken, dem Landkreis und der Stadt werde von der Bevölkerung sehr gut angenommen. Der Verein habe für dieses Projekt den Naturschutzpreis der Stadt erhalten.

Im Bereich Biotop und Artenschutz seien unter anderem zahlreiche Räume für Libellen neu geschaffen worden. Außerdem sei das Betreuen von Amphibienzäunen, Schleiereulen-Kästen und Storchenhorsten hinzugekommen. Im Bereich Naturschutz ging der Vorsitzende auf die Verordnung der Stadt zum „Bullenseemarsch“ am 1. Mai ein. „Seit vielen Jahren leidet die Natur unter dieser Veranstaltung“, so Meyer. Betrunkene Jugendliche hätten wenig Rücksicht auf die Natur genommen. „Wir mussten von mittags bis abends mit fünf Ehrenamtlichen und den Leuten vom Hartmannshof den Mitmach- und Erlebnisgarten schützen“, beklagte sich der Nabu-Vorsitzende. Deshalb halte es der Verein für richtig, dass sich die Behörden in diesem Jahr entschlossen haben, „ein Massenbesäufnis nicht mehr zuzulassen“. „Stark alkoholisierte Menschen mit ohrenbetäubenden Musik-Handwagen haben in und an einem sensiblen Natur- und Landschaftsschutzgebiet nichts verloren“, so Meyer.

Für 2016 hat sich der Verein noch einiges vorgenommen. Unter anderem soll ein Flachgewässer für den Moorfrosch angelegt und ein Winterquartier für Fledermäuse optimiert werden.

go

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