Perspektivgespräch mit Bürgermeisterkandidat Ralf Goebel

„Ich will keine Luftschlösser bauen“

Viele interessierte Bürger zog es zu Goebels Perspektivgespräch.
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Viele interessierte Bürger zog es zu Goebels Perspektivgespräch.

Visselhövede - Von Angela Kirchfeld. Zu einem ersten Perspektivgespräch hatte am Donnerstag der parteilose Bürgermeisterkandidat Ralf Goebel ins Haus der Bildung eingeladen. Auf eine Vorstellungsrunde der Anwesenden verzichtete man, nachdem er sich selbst vorgestellt hatte, denn der Kreis der Interessierten war einfach zu groß und hätte den zeitlichen Rahmen gesprengt.

 Dennoch ist der 54-Jährige daran interessiert, möglichst viele Menschen kennenzulernen.

Goebel wollte an dem Abend nicht im Zentrum des Geschehens stehen, sondern forderte die Mitglieder aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und verschiedener Institutionen sowie die interessierten Bürger auf, gemeinsam die Stärken und Schwächen Visselhövedes aufzuzählen.

„Das Wohlfühlen und Ankommen hier in Visselhövede hat sich bei uns rasend schnell vollzogen“, berichtete Goebel vorab, der mit seiner Frau Sabine Bente seit Mai vergangenen Jahres in der Stadt lebt. Das schnelle Einleben hing wohl auch mit der vorhandenen Offenheit der Menschen vor Ort zusammen.

Für ihn sei es wichtig, wenn er als Bürgermeister gewählt wird, auch hier zu leben und die Suppe auszulöffeln, die er sich einbrocke. Seinen Job als Schulleiter der Eichenschule habe er rechtzeitig vor einem Jahr gekündigt, denn halbe Sachen lägen ihm nicht und es gebe auch keinen „Plan B“, wenn er nicht Bürgermeister werden sollte. „Ich hoffe, dass ich Sie in der Zeit überzeuge, dass Ralf Goebel der beste Kandidat für Visselhövede ist. Ich will keine Luftschlösser bauen und bin auch nicht derjenige, der alles alleine macht, sondern bin auf ihre Gedanken und Anregungen angewiesen.“

Viele Stärken Visselhövedes, wie unter anderem das Vereinsleben, Kultur, Einkaufsmeile, Infrastruktur, Natur sowie die kurzen Wege, zählen unter anderem zu den Vorzügen der Visselstadt. Als Schwäche nannten die Beteiligten das Image, den Marktplatz, vor allem die Baulücke, die „Veralterung“ und das zu wenig für die Jugend geboten würde. Auch dass es nur einen großen Arbeitgeber gibt, sei ein Nachteil.

In der zweiten Fragerunde waren die Teilnehmer aufgefordert, zu dokumentieren, was passieren soll und was nicht. So standen unter anderem der Erhalt der Wittorfer und Jeddinger Grundschulen und des Bades, eine Art „Blaues Telefon“, das symbolisch als Ansprechpartner für Kinder und Jugendliche dient, sowie eine IGS und Abbau der Schulden auf der Wunschliste. Das Fazit lautete, dass die Stadt mit ihrer Infrastruktur und den vielen Orten große Chancen und Potential habe.

Der nächste Termin „Perspektivgespräch – Visselhövede weiterentwickeln“, steht am Donnerstag, 13. Februar, im Haus der Bildung an. Weitere Treffen: 13. März (Jeddingen), 4. April (DGH Wittorf), und am 28. April im Schwitscher Haus in Schwitschen.

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