Kotbeutel-Spender

Hundekot sorgt für haufenweise Ärger

Keine drei Meter vom Behälter entfernt finden sich auf dem Grünstreifen die ersten Hinterlassenschaften der Hunde. ·
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Keine drei Meter vom Behälter entfernt finden sich auf dem Grünstreifen die ersten Hinterlassenschaften der Hunde.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Ein Spaziergang längs des Zaunes in Höhe des Sportstadions am Helvesieker Weg gestaltet sich für viele als unappetitliche Angelegenheit. Grund: Der Grünstreifen ist mit Hundehaufen geradezu gepflastert.

Dabei wäre es für die Halter ein Leichtes, die Hinterlassenschaften von Bello, Wuff und Co. nach vollendetem Geschäft aufzusammeln und in einer vor Ort aufgestellten Hunde-Station zu entsorgen.

Ein echtes Dauerärgernis – nicht nur für die Anwohner, sondern auch für die Gemeinde Scheeßel, die im Kampf gegen den Hundeschiet mittlerweile zehn mit Kotbeutel-Spendern und Sammelbehältern für die gefüllten Beutel ausgestatteten Stationen im Kernort unterhält.

Ein weißer Spender am Helvesieker Weg.

Den Hundeschiet einfach liegen zu lassen, verstoße genauso gegen die Regeln wie das Aufheben und dann Handschuh oder Tütchen samt Inhalt unauffällig am Wegesrand zu hinterlassen, erklärt Yvonne Neumann vom zuständigen Fachbereich Bau und Planung im Rathaus. Ebenso wenig dürften die Plastikbeutel mit Hundekot in normalen öffentlichen Abfallbehältern entsorgt werden. „Geruchsbelästigung und Unannehmlichkeiten bei der turnusgemäßen Leerung wären die Folge“, so die Verwaltungsmitarbeiterin. „Ansonsten“, sagt sie, „können die gefüllten Beutel auch in der eigenen Abfalltonne entsorgt werden“.

Grundsätzlich würden die in den Straßen Veerser Weg, Am Heidesee, Sperlingsweg, Mühlenkamp und Berliner Straße sowie am Campingplatz, Stadion und im Rathauspark aufgestellten Stationen alle zwei Wochen durch die Bauhof-Mitarbeiter gereinigt und nachgefüllt. Weitere Beutelspender im öffentlichen Raum einzurichten, sei nach Auskunft von Neumann geplant.

Die ständige Wartung der Behälter ist dann auch für eine Anwohnerin der Berliner Straße Grund zur Freude. „Ich nutze die Station. Und obwohl ich zur Sicherheit immer eigene Tüten dabei habe, find ich es gut, wenn die Beutelspender gefüllt sind.“

Die Freude seiner Nachbarin nicht teilen kann indes ein weiterer Anwohner. „Ich beobachte ständig, wie manche Autofahrer kurz an einer Station Halt machten und sich 20 Stück auf Vorrat mitnehmen“.

Vor neun Jahren hat die Gemeinde reagiert und nach vermehrten Beschwerden aus der Bevölkerung die ersten, in auffälligem Weiß gehaltenen Behälter mit Tüten für Hundehaufen aufgestellt. „In der Hoffnung, dass das Problem gelindert wird“, sagt Neumann. „Doch nach wie vor müssen wir feststellen, dass vor nicht alle Hundehalter ihrer Verpflichtung nachkommen.“ Nicht selten komme es so zum Tritt in die „Tellermine“.

Übers Jahr gerechnet werden etwa 60 000 Kot- und Müllbeutel für die Entsorgung aufgewandt. Die reinen Materialkosten allein dafür betragen 1 500 Euro jährlich. Die bloße Hunde-Station selber kostet etwa 700 Euro; hinzu kommen noch Personal- und Fahrzeugkosten. Bußgelder, sagt Yvonne Neumann, seien quasi praktisch kaum durchzusetzen. „Die Verursacher sind uns in der Regel nicht bekannt.“

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