Gemeinderat gibt grünes Licht für Landkreis-Projekt / Neue Satzung für Kindergarten und Krippe

Horstedt sagt „Ja“ zu Breitband

Einstimmiges Votum zugunsten einer Breitbandversorgung in der Gemeinde Horstedt. Michael Schröck (von links), Thomas Hübner, Hans-Hermann Windler und Thorsten Wahlers bei der Abstimmung.

Sottrum - HORSTEDT (ho) · Der Horstedter Gemeinderat investiert in die Zukunft. Einstimmig entschlossen sich die Volksvertreter während ihrer Sitzung am Montagabend, sich am Breitbandprojekt des Landkreises Rotenburg zu beteiligen. Vorangegangen war eine Diskussion, in der sich alle Redner zugunsten des schnellen Internets äußerten, das rund 55 000 Euro kosten soll – verteilt auf vier Jahre.

„Diesen Standortvorteil sollten wir als Kommune leisten, um unser Dorf zukunftsfähig zu machen“, erklärte Hans-Hermann Engelken (CDU). Für ihn führte an der Entscheidung zugunsten des Breitbandes kein Weg vorbei. Den Standortvorteil sah ebenfalls Michael Schröck (SPD): „Wir sollten unbedingt jetzt mitmachen, denn später wird es deutlich teurer sein.“ Gerade in den ländlichen Regionen seien die Unternehmen nicht bereit, sich auf eigene Rechnung um eine Breitbandversorgung zu kümmern. Daher sei das Projekt des Landkreises, das mit vier Millionen Euro aus der Kreiskasse unterstützt wird, die einmalige Chance, überhaupt Firmen für den Ausbau zu interessieren. „Obwohl die Investition ein verlorener Zuschuss ist, von dem wir nichts wiedersehen, bin ich für den Breitbandanschluss, denn es ist ein wichtiger Punkt für die Infrastruktur“, meinte Bürgermeister Heinz-Dieter Gebers.

Vielleicht kommt seine Gemeinde sogar etwas günstiger davon. Im Projekt sind für Horstedt vier Kabelverzweiger (KVZ) vorgesehen, die jeweils mit 13 888,89 Euro bezuschusst werden sollen. Einer davon steht in Stapel, für den bereits die Gemeinde Ottersberg bei der Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften in Verden (GLL) einen Breitbandantrag gestellt hat. Damit soll der Nachbarort Benkel erschlossen werden. Da Stapel ebenfalls davon profitieren würde, ist Horstedt bereit, rund 5 000 Euro an Ottersberg zu zahlen.

„Bis heute liegt aber noch keine Zusage der GLL vor“, erklärte Gebers, der in Kontakt mit Ottersbergs Bürgermeister Horst Hofmann steht. Sollte nicht rechtzeitig ein positiver Bescheid aus Verden eintreffen, werde der KVZ in Stapel mit in das Projekt des Landkreises aufgenommen.

Eine Zukunftsinvestition ist ebenfalls der Neubau der Krippe. „Bisher hatten wir Verzögerungen von sechs Wochen“, erklärte Gebers. So wird die Einrichtung nach jetzigem Stand im Juni in Betrieb gehen. Die rechtliche Grundlage dafür verabschiedeten die Ratsherren einstimmig. Die neue Satzung gilt für die Krippe und den Kindergarten. Während der Kindergarten regulär zwischen 8 und 12 Uhr geöffnet ist, soll die Krippe ihre Pforten von 8 bis 14 Uhr öffnen. Zusätzlich wird in beiden Einrichtungen ein Frühdienst angeboten. Im Kindergarten können die Steppkes bei Bedarf auch bis 14 Uhr bleiben. „Das geht aber nur mit Mittagessen, für das wir Angebote einholen“, so der Bürgermeister.

In der Satzung wurden auch die Elternbeiträge festgelegt. Je nach Einkommen sind für den Kindergarten zwischen 57 und 118 Euro zu bezahlen. Die Gebühren für die Krippe betragen – wieder einkommensabhängig – 100 bis 210 Euro. Wird der Frühdienst in Anspruch genommen, erhöht sich der Beitrag um zehn Prozent. Für den Spätdienst sind 20 Prozent (für eine Stunde) beziehungsweise 40 Prozent (zwei Stunden) zu berappen. Die Gebührenneuerungen beim Früh- und Spätdienst kommen erst zu Beginn des nächsten Kindergartenjahres zum Tragen.

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