Bahn kündigt Schallschutzprojekt in Scheeßel an / Teilnahmeanträge im Umlauf

Hilfe bei der Lärmsanierung

Scheessel - Mit dem Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ hat die Deutsche Bahn jetzt mit der Bestandsaufnahme für Aktivitäten zum passiven Schallschutz in Scheeßel begonnen. Bahnsprecher Egbert Meyer-Lovis teilt in einem Schreiben mit, dass die Bahn in Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung nahezu 40 Gebäude und Wohnungen ermittelt habe, in denen der zulässige Lärmgrenzwert überschritten werden würde. Alle seien vor 1974 gebaut worden.

„Somit sind diese Häuser nach den gültigen Richtlinien zur Lärmsanierung förderfähig für passiven Schallschutz“, so der Sprecher, der den Einbau von Schallschutzfenstern als mögliche Alternative nennt. Bis 2015 sollen gezielt Projekte zum passiven Schallschutz im Beekeort gestartet werden. Die betroffenen Eigentümer, so Meyer-Lovis weiter, hätten in dieser Woche von einem beauftragten Ingenieurbüro die erforderlichen Unterlagen bekommen. Damit können sie ihre Teilnahme an dem Programm anmelden. Nächster Schritt sei – nach der Rückantwort – die Vereinbarung eines Termins vor Ort.

Dort werde die Lärmsituation in den Räumen beurteilt, erläutert Egbert Meyer-Lovis die weitere Vorgehensweise. „Als Resultat bekommen die Eigentümer anschließend eine schalltechnische Objektbeurteilung kostenlos zugesendet“, fügt der Bahnsprecher hinzu. Auf dieser Grundlage könne der Eigentümer über eine eventuelle Realisierung der Lärmsanierung entscheiden. Der Bund übernimmt 75 Prozent der förderfähigen Kosten.

Das Lärmsanierungsprogramm wird seit 1999 von der Bundesregierung gefördert. „Damit wurde erstmals die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch im bestehenden Schienennetz umzusetzen“, so Meyer-Lovis. Aktuell stünden dem Programm jährlich Haushaltsmittel in Höhe von 100 Millionen Euro zur Verfügung. Bei der Lärmsanierung handele es sich um eine freiwillige Leistung des Bundes. Bundesweit seien solche Projekte aktuell in 1 562 Ortslagen in Planung, im Bau oder bereits abgeschlossen.

Gefördert würden neben Lärmschutzwänden auch schalldichte Fenster und Lüfter an Gebäuden entlang von Bahnstrecken. Teilfinanzierungen gebe es in Einzelfällen bei Dämmungen von Außenfassaden und Dächern. „Der Eigenanteil von einem Viertel der Kosten ist vom Eigentümer zu tragen, weil die Maßnahmen immer mit einer Wertsteigerung des Objekts verbunden sind“, informiert Meyer-Lovis. · lw

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