Komturei Rotenburg unterstützt Menschen und Vereine im Landkreis

Hilfe direkt vor Ort

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Ritter Claus Kock (v.l.), Großpriorin Elke Bruns und Komtur Fritz Strunk hoffen auf viele Besucher beim Ahauser Weihnachtsmarkt. ·

Ahausen - „Unsere Arbeit wird von den christlichen Werten der Nächstenliebe geleitet. Deshalb unterstützen wir hilfsbedürftige Menschen direkt vor Ort“, erklärt Claus Kock während eines Pressegespräches mit der Rotenburger Kreiszeitung.

Der Ahauser ist Mitglied des OSMTH Templerordens, einer weltweit tätigen christlich-ökumenischen Hilfsorganisation, die im Jahre 1118 von Teilnehmern an den Kreuzzügen gegründet wurde.

Der deutsche Ableger dieses Ordens, der als Nichtregierungsorganisation (NGO) bei den Vereinten Nationen anerkannt ist, wurde 2002 als Großpriorat bestätigt. „Die Komturei Rotenburg ist seit einem Jahr als gemeinnütziger Verein eingetragen“, schildert Kock weiter. Insgesamt zwölf Ritter und Damen engagieren sich bei den Templern in der Kreisstadt. Und viel größer soll diese Zahl auch nicht werden. „Wenn wir zu viele Mitglieder haben, ist der Verwaltungsaufwand zu hoch. Bei mehr als 16 Templern spaltet sich dann eine Gruppe zu einer neuen Komturei ab“, erläutert Elke Bruns. Sie ist die Großpriorin (eine Art erste Vorsitzende), die gemeinsam mit dem stellvertretenden Großprior und dem Großkanzler die aktuelle Regierung des Ordens bildet.

Wer Mitglied einer Komturei und somit Ritter oder Dame werden möchte, durchläuft zunächst eine zweijährige Phase als Postulant. „In dieser Zeit können sowohl der Anwärter und auch wir schauen, ob er oder sie zum Orden passt“, so Bruns. Ist die Entscheidung dann einmal gefallen, stellt der Komtur einen Auftrag zur Aufnahme, dem dann alle Mitglieder zustimmen. Welche Aufgaben jeder Ritter oder jede Dame, die ein Leben lang im Orden bleiben, wahrnimmt sind jedoch nicht festgelegt. „Jeder bringt das in den Orden mit ein, was er anzubieten hat“, sagt Bruns. Und ein Punkt ist ihr dabei besonders wichtig: „Bei uns sind Männer und Frauen gleichberechtigt. Ganz im Gegensatz zu anderen Organisationen wie den Lions und den Rotariern.“

Die Hilfe für Menschen in Not ist bei den Templern hauptsächlich auf die heimischen Gefilde beschränkt. „Wir arbeiten direkt vor Ort, sei es mit Spenden oder Unterstützung bei Behördenwillkür“, erzählt Komtur Fritz Strunk. Aus diesem Grund veranstaltet die Komturei Rotenburg am Sonnabend, 15. Dezember, einen Weihnachtsmarkt in Ahausen. Dort wird dann Geld gesammelt für ein Projekt fast vor der Haustür – dem Hospizneubau in Bremervörde, der im kommenden Jahr fertig gestellt werden soll. „Wir hoffen auf viele Besucher, damit wir wieder einen ordentlichen Betrag an den Förderverein überweisen können“, so Strunk. · ban

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