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Helfer und Material fehlen: Hurricane muss 2022 viele Probleme bewältigen

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Von: Ulla Heyne

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Scheeßel – Die Sängerin aus den USA, der Keyboarder aus Holland und der DJ aus Nigeria – Internationalität ist auf den Bühnen des Hurricane-Festivals von jeher selbstverständlich. In diesem Jahr dürfte es jedoch auch dahinter wesentlich multikultureller zugehen als sonst.

Grund ist der Fachkräftemangel, der die Veranstaltungsbranche in besonderem Maße betrifft. Warum? „Viele Beschäftigte gerade im unteren Lohnsegment haben sich während der Pandemie umorientiert und die Vorteile geregelter Arbeitszeiten bei mindestens ebenso guter Bezahlung zu schätzen gelernt“, weiß Festivalleiter Jasper Barendregt.

Auch die Macher bei FKP Scorpio haben diese Entwicklung zu spüren bekommen, um genügend Kräfte für den Aufbau der „Metropole auf Zeit“ am Eichenring zu bekommen, müssen sie sich verstärkt auf den ausländischen Arbeitsmärkten umtun. So werde die Haupt-Verständigungssprache beim Hurricane-Festival-Aufbau in diesem Jahr wohl eher Englisch als Deutsch sein, mutmaßt Barendregt, der Kräfte aus Dänemark, Holland und Tschechien angeheuert hat. Manchmal sei es sogar schwer gewesen, Aufträge überhaupt zu vergeben – so erklärt sich das Kuriosum, dass das erste VIP-Zelt schon gut vier Wochen vor dem Termin aus dem Boden des Infields spross: „Später hätte sich niemand mehr zum Aufbau gefunden.“

Auch Materialien fehlen beim Hurricane 2022

Mangel herrscht übrigens nicht nur in personeller Hinsicht, sondern auch bei einigen Materialien, beispielsweise Zelten. Die seien, auch wegen der Lieferkettenprobleme, kaum noch zu bekommen – noch dazu auf Kostenbasis von 2019. Das Problem, so schildert es Barendregt: „65 Prozent der Tickets wurden 2019 verkauft, auf Kalkulationsbasis der damaligen Preise.“ Es ist kein Geheimnis, dass die Kosten in vielen Bereichen erheblich gestiegen, in einigen sogar explodiert seien. Deshalb werde das Festival, obwohl dessen Leiter mit einem „Ausverkauft“ rechnet, in diesem Jahr wohl keine nennenswerten schwarzen Zahlen schreiben.

Für Arbeiten vor, hinter und neben der Bühne des Hurricane brauchen die Festivalveranstalter immer noch dringend Helfer und Facharbeiter.
Für Arbeiten vor, hinter und neben der Bühne des Hurricane brauchen die Festivalveranstalter immer noch dringend Helfer und Facharbeiter. © Heyne

Das stehe in dieser Auflage allerdings auch nicht im Vordergrund: „Hauptsache, es geht wieder los!“ Helfer werden übrigens auch noch für das Festivalwochenende selbst gesucht. Obgleich ein Aufruf für alle Großveranstaltungen der Eventagentur dieses Sommers bundesweit in den sozialen Medien bereits auf gute Resonanz gestoßen sei, betont Inga Rossbach (Festival Production): „Wenn noch jemand Interesse hat: Weitere Helfer sind gern gesehen!“  

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