Samtgemeinde Sottrum zeichnet Sieger des Literaturwettbewerbes aus

Hassgefühle beim Bäcker

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Die stolzen Gewinner des Literaturwettbewerbes der Samtgemeinde Sottrum. ·

Sottrum - Ob eine verschollene Sandkastenliebe, die höllischen Zwänge einer Ehe oder Aggressionen am Sonntagmorgen beim Bäcker: Die Geschichten der Preisträger des ersten Literaturwettbewerbes der Samtgemeinde Sottrum zeichnen sich vor allem durch eines aus – Vielfältigkeit.

Am Montagabend übergab Bürgermeister Markus Luckhaus im Heimathaus die Preise an die besten Autoren. „Wir richten seit vielen Jahren kulturelle Wettbewerbe aus“, erklärte Luckhaus in seiner Laudatio. Im November vergangenen Jahres habe man dann den Entschluss gefasst, nach den besten Geschichten in der Samtgemeinde zu suchen. Vorgegeben war dabei lediglich die Länge und der Bezug zur Region. „Nach einem etwas schleppenden Beginn sind wir sehr zufrieden mit der Zahl der Einsendungen“, so Luckhaus weiter. Er und vier weitere Juroren hatten nun die schwierige Aufgabe, aus 25 Geschichten zu vielfältigen Themen die besten auszuwählen. „Da haben wir doch etwas länger gebraucht als wir dachten. Die Arbeit war allerdings auch nicht ganz einfach“, betonte der Samtgemeindebürgermeister.

Nach vielen Sitzungen und etlichen Lesenachmittagen auf dem heimischen Sofa konnte sich das Gremium aber doch auf jeweils fünf Preisträger unter den Jugendlichen und Erwachsenen einigen. Die Auszeichnung für junge Autoren mit besonderer Anerkennung (ein Büchergutschein über 20 Euro) bekamen Isabell Stemmermann für „So was kommt von so was“, Felix Hinz für „Der Selbe“, Gina Rockel für „Rules of Me“ und Marie Thätner für ihre Geschichte „Wie ich sie fang, ihn verstand und ich wieder ich wurde“.

Der Jugendsonderpreis (Büchergutschein im Wert von 30 Euro) ging an Julia Engel. In ihrer Erzählung schreibt die Sottrumerin über eine Sandkastenliebe, die durch einen Umzug auseinander gerissen wird und am Ende doch wieder zueinander findet.

Bei den Erwachsenen gewann Laila Mahfouz mit ihrer Geschichte über die Liebe mit dem Titel „Eine fast vergess’ne Welt“ den fünften Preis und 80 Euro. Rang vier (100 Euro) belegte Wolfgang Rose mit der Erzählung „Dumme Kuh“. Als drittbeste Geschichte wurde „Wir waren eine Insel“ von Berenice Busch ausgezeichnet und mit 120 Euro prämiert. Busch las ihre Erzählung von einem bedrückenen Ehealltag, der vom dominanten Ehemann überschattet wird und ein offenes Ende nimmt, dann auch direkt dem Publikum vor. „Dann soll’s immer regnen“ von Jörg Friedhelm Venzke (Gewinner des zweiten Platzes und 25 Euro) handelt von einem alten Mann, der eher zufällig die Bekanntschaft eines Teenagers macht und sich mit der jungen Frau, die nichts mit sich und ihrem Leben anzufangen weiß, anfreundet.

Sieger des Wettbewerbes wurde die Geschichte „Sonntag morgens bei Freytag“ von Gerhard Geiser aus Horstedt. Zusätzlich zur Urkunde konnte er 400 Euro mit nach Hause nehmen. In seiner Geschichte gibt Geiser pointiert humorvolle Einblicke in den sonntäglichen Besuch bei Bäcker Freytag, dem einzigen Geschäft im Ort. Ohne Probleme konnten sich die Zuhörer in die Situation vor der Kuchentheke –  geprägt von endlosem Warten und spontanen Hassgefühlen – hinein versetzen und quittierten die Lesung mit lang anhaltenem Beifall.

Wer sich selber ein Bild von den Geschichten machen möchte, kann in Kürze ein kleines Buch mit den prämierten Erzählungen bei der Samtgemeinde käuflich erwerben. · ban

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