Cannabis im Garten einer 70-Jährigen

Hanfanbau wider Willen

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Die schöne Pflanze im Garten einer 70-Jährigen entpuppte sich als Cannabis.

Rotenburg - Eine 70-jährige Frau aus Rotenburg hat einen kleinen Garten vor ihrem Haus angelegt, den sie liebevoll pflegt. Und eben in diesem Garten wuchs jetzt eine Pflanze heran, die unter dem Namen Cannabis bekannt ist und aus der Rauschmittel gewonnen werden können.

„Ich habe keine Ahnung, was da in meinem Garten wächst.“ Mit diesen Worten wandte sich die Frau kürzlich an Nachbarn, damit sie das ihr unbekannte Gewächs in Augenschein nehmen. „Cannabis“, war das einhellige Urteil der „Garten-Experten“.

Der Schreck steckt der Rotenburgerin noch heute in den Gliedern. Sie habe die Pflanze sofort herausgerissen und entsorgt, erklärte die 70-Jährige im Gespräch mit der RK/VN. „Wie kommt diese Pflanze in meinen Garten?“ Dieser Frage ging sie nach und fand nur eine Erklärung dafür. Seit Jahren hängt ein kleines Vogelhaus in einem Magnolienbaum, in das sie täglich Vogelfutter streut. Und eben in diesem Futter könnten solche Hanfsamen gewesen sein, zumal die Pflanze direkt unter dem Futterhäuschen eine stattliche Größe erreicht hat. Das war für die Frau die einzige plausible Antwort.

„Ich dachte zunächst an Unkraut, als sich das erste Grün an der Oberfläche des Beetes zeigte“, erinnert sich die Hanf-Anbauerin wider Willen. Die Pflanze hätte so schön ausgesehen, deshalb habe sie diese nicht entfernt. Nun, nachdem sie aber aufklärt worden sei, habe sie diese schnell vernichtet. Das war das einzig Richtige. Denn rechtlich gesehen ist es zunächst der illegale Anbau einer Cannabispflanze, ergab die Recherche unserer Zeitung. Die Polizei warnt Bürger, denen ähnliches passiert, die Hanfpflanze im Beet zu lassen. Schon beim ersten Verdacht sollte sie vernichtet werden, um nicht wegen illegalen Cannabis-Anbaus angezeigt zu werden. Das hat nun auch die 70-Jährige verstanden, aber: „Die Vögel werden dennoch weiterhin ihr Futter bekommen ...“ · go

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