Wasserproben bringen unerfreuliches Ergebnis / Vielleicht morgen wieder auf

Hallenbad wegen E.coli Bakterien geschlossen

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Schwimmbad-Chefin Gitta Brunkhorst hat den Chlorgehalt stets genau im Auge.

Visselhoevede · Von Jens Wieters · VISSELHÖVEDE · Mindestens bis heute, vielleicht auch noch über das Wochenende hinaus bleibt das Visselhöveder Schwimmbad wegen erhöhter Werte an E.coli Bakterien geschlossen.

Bereits am Mittwochabend hatte Schwimmbad-Leiterin Gitta Brunkhorst die Türen geschlossen und damit das gesamte Hallenbad inklusive der Sauna für den Publikumsverkehr gesperrt.

„Der Grund sind erhöhte Werte sogenannter E.coli Bakterien, die im Wasser gefunden wurden“, erläutert Hauptamtsleiter Klaus Twiefel von der Visselhöveder Stadtverwaltung.

Das Rotenburger Gesundheitsamt überprüft regelmäßig einmal pro Monat die Wasserqualität der Bäder im Landkreis. Nach der Probenentnahme vergehen ein paar Tage, bis das Ergebnis der Untersuchung feststeht. „Am Mittwoch haben wir die Mitteilung erhalten, dass eine überhöhte Zahl der Bakterien gefunden wurde, und wir haben sofort reagiert“, informiert Twiefel.

Im Hallenbad hat man für solche Fälle immer ein paar Eimer Chlor als Reserve im Keller. „Wir haben einige Kubikmeter Wasser abgelassen und dann eine sogenannte Stoß-Chlorierung durchgeführt“, berichtet Gitta Brunkhorst. Weil ein erhöhter Chlorgehalt im Badewasser zwar die Bakterien ins Jenseits befördert, aber sicherlich nicht gut für die Haut und die Atemorgane der Besucher ist, wurde das Bad gesperrt.

Abwechselnd wurde in diesen Tagen mal mehr und mal wieder weniger Chlor dem Wasser zugeführt und außerdem hat Brunkhorst auch den Zulauf noch mal richtig aufgedreht, so dass rund neun Kubikmeter Frischwasser in den Becken sind. Das Rotenburger Amt nimmt jetzt eine neue Probe und will die möglichst rasch auf E.coli testen. „Das wurde uns jedenfalls versprochen“, so Brunkhorst. „Vielleicht können wir das Bad dann zum Wochenende schon wieder öffnen.“

Die Ursache für die Verunreinigung durch die Bakterien, die im menschlichen und tierischen Darm vorkommen, ist natürlich nicht mehr einzukreisen. „Kann sein, dass es ein Kind war, das an einer Durchfall-erkrankung litt, und dem beim Baden ein Malheur passiert ist“, stellt Klaus Twiefel einen Vermutung an. Badleiterin Gitta Brunkhorst appelliert in diesem Zusammenhang an die Eltern, die einen derartigen „Zwischenfall“ sofort dem Personal melden sollten. „Denn dann kann man vielleicht noch etwas retten.“

Twiefel und Brunkhorst erinnern die Badegäste noch einmal daran, vor dem Betreten des Hallenbadbereichs sich unter der Dusche ausgiebig zu reinigen und auch die Kinder anzuhalten, sich gründlich zu säubern.

„Denn auch dass ist maßgeblich für die Qualität des Wassers. Und jeder möchte doch sicherlich unbeschwert im sauberen Wasser planschen oder schwimmen“, so Brunkhorst.

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