Comeback für die CDU als Bundestagskandidat im Nordkreis?

Grindel denkt über Kandidatur nach

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Reinhard Grindel
  • Michael Krüger
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Rotenburg – Der CDU-Politiker und ehemalige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes Reinhard Grindel prüft derzeit die Option eines politischen Comebacks. Der 59-jährige Rotenburger könnte als Kandidat der CDU im kommenden Jahr für das Bundestagsmandat im Wahlkreis „Stade I – Rotenburg II“ antreten. Darauf deuten Aussagen mehrerer Unionspolitiker aus der Region hin.

Entschieden ist allerdings noch nichts, betont Grindel auf Nachfrage. „Im Augenblick bin ich noch nicht so weit, auch nur ansatzweise eine Entscheidung zu treffen“, sagt er. „Es gibt ganz viel zu überlegen.“ Er sei aber stets ein „politischer Mensch“ gewesen, insofern schließe er eine Rückkehr in diesen Bereich nicht aus. Grindel: „Ich prüfe aber auch andere berufliche Perspektiven. Es ist noch unheimlich offen.“ Zunächst sei eh abzuwarten, wie parteiinterne Nominierungsveranstaltungen in der Coronazeit überhaupt stattfinden könnten. Auch gebe es bekanntermaßen Überlegungen, die Wahlkreiszuschnitte für den Bundestag womöglich zu ändern. Grindel war von 2002 bis 2016 für den Wahlkreis Rotenburg Mitglied des Bundestags. Knapp drei Jahre war er DFB-Präsident, dann trat er wegen einer „Uhren-Affäre“ zurück.

Die CDU in der Region plant die Nominierungsveranstaltung für den Wahlkreis „Stade I – Rotenburg II“ bislang für den 24. September in Stade. Bis 10. August können sich Bewerber melden. Davon gebe es bislang nur einen – Mandatsinhaber Oliver Grundmann, so der Kreisvorsitzende Marco Mohrmann. Grundmann ist seit 2013 Mitglied des Bundestags. Zu Grindel will sich Mohrmann indes noch nicht äußern: „Ich lasse das unkommentiert. Ich kann es weder bestätigen noch dementieren.“ Es sei schlichtweg „guter Brauch“, sich als Parteivorsitzender nicht zu potenziellen Kandidaten zu äußern, die das noch nicht selbst öffentlich getan haben. Dass Menschen „Gespräche im Hintergrund“ führen, um zu Entscheidungen zu gelangen, sei ja aber ganz normal.

In Grindels ehemaligem Wahlkreis „Rotenburg I – Heidekreis“ gibt es bislang zwei CDU-Kandidaten, die versuchen wollen, das Direktmandat gegen Lars Klingbeil (SPD) zu ergattern: die Scheeßelerin Marsha Weseloh und Carsten Büttinghaus aus Bispingen.

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