Neues Scheeßeler Konfirmandenmodell startet seinen dritten Durchgang

Den Glauben entdecken

Organisieren ein breites Angebot für die Konfirmanden: die Pastoren Günter Brunkhorst (v.l.), Gunda Handrich und Jens Ubben sowie Diakonin Ingrid Radlanski.
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Organisieren ein breites Angebot für die Konfirmanden: die Pastoren Günter Brunkhorst (v.l.), Gunda Handrich und Jens Ubben sowie Diakonin Ingrid Radlanski.

Scheessel - Sehr zufrieden zeigen sich die Pastoren und Diakone der Kirchengemeinde Scheeßel mit dem neuen Konfirmandenmodell. Zum dritten Mal beginnt im Februar ein neuer Jahrgang. „Diese Form ist stark erlebnisorientiert und spricht die Jugendlichen mehr an“, erklärt Ingrid Radlanski, die das neue Konzept mit ausgearbeitet hatte.

„Im ersten Block werden die Kinder zunächst langsam an die Kirche herangeführt“, so die Diakonin. „Sie besuchen zwei spezielle Gottesdienste und nehmen an mindestens einer Veranstaltung teil, die ehrenamtliche Jugendliche für sie vorbereitet haben.“ Dieser Block dauert ein halbes Jahr und nennt sich KU-6, weil er sich an die Kinder der sechsten Klassen wendet.

Zu dem neuen Konzept gehört, dass die Konfirmanden schon Mitte der sechsten Klasse mit ihrer Konfirmandenzeit beginnen. „So können sie langsam hineinwachsen und schon mal erste Kontakte zur Gemeinde und einigen Mitarbeitern knüpfen“, sagt Radlanski. Im Block KU-7 – er dauert von Juli 2012 bis zu den Sommerferien 2013 – lernen die Konfirmanden weitere Gottesdienstformen kennen und absolvieren ein Gemeindepraktikum. „Dort lernen sie einen einzelnen Bereich der Gemeinde genauer kennen“, erläutert die Kirchenfrau. Beispielsweise könne man sich an der Planung und Durchführung des Adventsbasars beteiligen, an einem Kinderkirchentag für jüngere Kinder mitarbeiten, in die diakonische Altenpflegeeinrichtung Beekehaus hineinschnuppern oder einen Gottesdienst mit vorbereiten.

„Es gibt da sehr viele Möglichkeiten, die wir den Konfirmanden vorstellen werden“, sagt Jens Ubben. Der Scheeßeler Pastor freut sich über diese Möglichkeit, bei der die Jugendlichen selbst etwas ausprobieren dürfen und auf diese Weise kennenlernen, wo Kirche überall präsent ist und wo Ehrenamtliche sie aktiv mitgestalten.

Ehrenamtliche Mitarbeiter spielen auch bei der Durchführung des neuen Konfirmandenmodells eine große Rolle. Rund 40 von ihnen sind an den verschiedensten Stellen für die Konfirmanden und mit den Konfirmanden aktiv.

Wichtig seien dabei besonders die Jugendlichen, die Fahrten begleiten sowie Gottesdienste und Projektangebote organisieren, betont Pastor Günter Brunkhorst. „Wenn die Konfirmanden erleben, wie sich junge Menschen für die Kirche einsetzen und von ihrem Glauben erzählen, ist das viel überzeugender, als wenn wir da stehen“, meint er.

Doch nicht nur das Erlebnis ist Bestandteil der Konfirmandenzeit. Es soll auch ein Basiswissen des christlichen Glaubens vermittelt werden. Deshalb werden im Block KU-8 – von Pfingsten 2012 bis Ostern 2014 im wöchentlichen Konfirmandenunterricht Inhalte vermittelt, die sich mit Fragen des Glaubens, mit dem christlichen Weltbild und der Bedeutung kirchlicher Zeremonien, Handlungen und Veranstaltungen beschäftigen.

„Unser Wunsch ist es, dass die Jugendlichen ihren Glauben entdecken, dass wir sie konfirmieren können und zum Mitmachen bewegen. Das ist mit dem neuen Konfirmandenmodell sehr viel besser möglich“, sagt Pastorin Gunda Handrich.

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